Dass die Sinner Gemeindekasse nicht mehr viel hergibt, ist nicht nur den Jugendpflegern, sondern auch den Jugendlichen inzwischen bekannt, für die im Souterrain des evangelischen Gemeindehauses im sogenannten Bistro "Genial" segensreiche Arbeit geleistet wird.
Über diese hatten im Vorfeld der Parlamentssitzung Mitarbeiter der Caritas, die in Sinn die Jugendpflege im Auftrag der Gemeinde betreibt, die Ausschüsse für Kultur, Sport und Soziales sowie für Finanzen, Wirtschaft und Organisation in einer gemeinsamen Sitzung am 5. Juli berichtet. Die Parlamentarier waren seinerzeit beeindruckt von der kompetenten und sozialpädagogisch orientierten erfolgreichen Tätigkeit.
Anzeige
Wie Karl-Heinz Becker von den Freien Wählern am Donnerstagabend in Vertretung des verhinderten Ausschussvorsitzenden Florian Kämpfer (CDU) berichtete, wollte die Ausschüsse trotz der defizitären Lage der Gemeinde die freiwilligen Leistungen in Form von Zahlungen an die Caritas nicht in Frage stellen.
Allerdings gab es eine kritische Diskussion über Möglichkeiten der Kostenreduzierung für die Zukunft. Ab 2010 nämlich machte die Caritas Mehrkosten in Höhe von 7000 Euro geltend, denn seit 2002 seien zwar die Personalkosten, nicht aber die Zuschüsse gestiegen. Davon wolle die Caritas schon die Hälfte selbst übernehmen. Erschwerend komme aber hinzu, dass ab April 2010 rund 2250 Euro an "Mietsponsoring" entfallen seien, so dass jetzt 85 500 Euro benötigt würden.
Der Gemeindevorstand habe die Aufgabe übernommen, neue Unterstützer für die Miete zu suchen, deren Spenden in vollem Umfang die gemeindlichen Zuschussbeträge reduzieren sollten. Alternativ aber müsse auch nach kommunalen Unterbringungsmöglichkeiten gesucht werden.
Die Integration hapert Sinn-intern
Interessant war der Hinweis Beckers auf die Integrationsbemühungen in der Jugendarbeit: Zwischen Jugendlichen mit verschiedenen Migrationshintergründen gebe es überhaupt keine Schwierigkeiten, aber die Integration zwischen Jugendlichen aus Edingen, Fleisbach und Sinn sei bisher nicht vorangekommen.
In diesem Zusammenhang wies Becker eindringlich auf die Probleme hin, die in der Jugendarbeit angegangen würden: Viele Kinder und Jugendliche hätten sehr persönliche Schwierigkeiten, von denen einige durchaus schon im Suchtbereich lägen.






Kommentare (0)















