"Unsere Schwerpunktaufgabe ist die Pflege und Unterhaltung der Auffangstation für Eulen und Greifvögel, die sehr arbeitsintensiv und auch kostspielig ist", so Vorsitzender Ottfried Schreiter zum Schwerpunkt der Arbeit. Vögel aus der ganzen Region werden zu den Solmsern gebracht. "Ohne Spenden, nur mit den Mitgliedsbeiträgen, wäre diese Arbeit nicht zu stemmen", fuhr der Vereinschef fort.
Bruno Christe ergänzte, um welche Pflegefälle es im vergangenen Jahr für die Ehrenamtlichen ging. Wieder ausgewildert werden konnten ein Uhu, zehn Turmfalken, ein Sperber und vier Schleiereulen und drei Waldkäuze. Zwei schwer verletzte Habichte überlebten leider nicht.
Ein Rauhfußbussard, der aufgrund seiner Verletzungen nicht mehr in der freien Wildbahn leben kann, erhielt in der Oberbieler Station ein dauerhaftes Zuhause. Ein Haubentaucher konnte dagegen noch am gleichen Tag wieder an die Lahn gebracht werden.
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Schreiter würdigte in diesem Rahmen auch die Tätigkeit von Helmut Gerhardt, Franziska Hain, Ingelore Hanker und Annette Biemer, die besonders aktiv seien und sich regelmäßig beim Füttern der Vögel, beim Reinigen der Volieren oder Tierarztbesuchen mit gefiederten Pflegefällen engagierten.
"Der Tag der offenen Tür im Juni fand riesigen Anklang - es kamen viele Oberbieler, aber auch Auswärtige, um sich über unsere Arbeit zu informieren", freute sich der Vereinschef, zumal der Getränkeverkauf auch Einnahmen in die Vereinskasse gebracht habe.
Sturmtief Xynthia machte im Februar auch vor der Auffangstation nicht Halt und beschädigte die Uhuvoliere, die mit Unterstützung der Stadt Solms wieder repariert wurde.
Schreiter betonte außerdem die überregionale Aufgabe der Naturschutzverbände und erläuterte am Beispiel des Nabu Aktivitäten für eine Energiewende, gegen Atomstrom und für naturverträgliche Waldbewirtschaftung. So kaufe der Nabu zum dauerhaften Schutz gezielt Flächen an.
Jugend der Oberbieler Naturschützer hilft außerdem Echsen
Gerhard Neitzsch berichtete, dass der Oberbieler Verein sich vergangenen Jahr auch mit dem Bestand von Rotmilan, Haubentaucher, Nachtigall, Grünspecht, Schwarzspecht oder Dohle befasste.
Wichtig sei, dass die Menschen ihre Häuser nicht hermetisch abdichteten, damit Spatzen und Mauersegler darin beispielswiese unter dem Dach wieder Unterschlupf finden, so der Appell von Vereinsmitglied Manfred Grün an die Mitbürger.
Dass sich die Oberbieler Naturschützer nicht nur um die Vögel, sondern auch um Echsen und Schlangen kümmern, beweist die aktive Kinder- und Jugendgruppe. Mit Leiterin Andrea Klinkhammer, die auch Zweite Vorsitzende ist, wurde für die Tiere das Trockenbiotop freigeschnitten. Der Nachwuchs baute zudem Nistkästen und freute sich nach der Arbeit über Kartoffelfeuer und Bratäpfel. Bei allen Aktivitäten hat der Verein laut Schatzmeister Hans-Joachim Becker mit hohen Futter- und Stromkosten zu kämpfen, die ihn spendenabhängig machen. "Allein die Futterkosten waren 2010 höher als die Mitgliedsbeiträge."
Schwerpunkt in diesem Jahr wird weiter die Vogelauffangstation sein, die Besucher bei einem Tag der offenen Tür am 19. Juni kennenlernen können. Exkursionen führen die Oberbieler Naturschützer zum Fledermaushaus in Greifenstein-Allendorf und zum Naturschutzgebiet Weinberg bei Steindorf.























