Rund 100 Gäste verfolgten in der Schulmensa die Übergabe des mit 2500 Euro dotierten Preises durch die Berghof-Stiftung für Konfliktforschung.
An der Schule werden bereits seit 2003 unter der Regie von Initiatorin Ute Jacobsen Schüler im Rahmen freiwilliger Arbeitsgemeinschaften zu Streitschlichtern ausgebildet. Auch rege Kontakte zu außerschulischen Streitschlichtern und Fortbildungen prägen das Konzept, das seit 2009 auch ins Schulprogramm der Unesco-Projektschule aufgenommen wurde. Im November 2009 organisierten die Niedergirmeser ein Arbeitstreffen der hessischen Streitschlichter.
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Das Projekt sei eine Werbung für Schulen, Vereine, Institutionen mit Wirkung auch über die Stadt hinaus, ergänzte Semler. Aus Lernenden würden Lehrende für Harmonie. "Der Geist, in dem sie arbeiten, hat sich bei der Bewerbung bemerkbar gemacht schon dadurch, dass alle Beteiligten unterschrieben haben" begründete Merkel die einstimmige Entscheidung der Jury.
Konfliktforscher würdigen Arbeit, die über den Unterricht hinausgeht
Gewürdigt werde auch, dass das Preisgeld für Fortbildungen genutzt, über den Tellerrand hinaus geblickt werde und sich nicht gescheut werde, das eigene Handeln zu hinterfragen. Schulleiter Fritz Wegerle betonte, dass die Ausbildung dazu beitrage das von Respekt, Verantwortung und Rücksichtnahme gekennzeichnete Leitbild der Schule mit Leben zu füllen. Die jungen Menschen trügen ihre Kenntnisse als Teilhaber der Gesellschaft auch aus der Schule hinaus. "Wir spielen in diesem Bereich in einer anderen Liga", sagte Wegerle nicht ohne Stolz. Durch den Austausch untereinander und durch die Erfahrungen mit Betroffenen erhalte man Einblicke in die Sorgen und Nöte der Schüler erhalte, wies Lehrerin Jacobsen hin.
Im Rahmenprogramm spielten Schüler der Bebelschule Songs von "Wir sind Helden", "Breaking Benjamin" und "Apocalyptica". Ein Film stellte die Arbeit der Streitschlichter vor. Für das Buffet sorgten Auszubildende des Internationalen Bundes in Wetzlar, zum Teil ehemalige Bebelschüler.























