Die Wahllokale öffnen jedoch nur in wenigen Gemeinden. So findet eine Wahl im Kirchenkreis Wetzlar mit seinen insgesamt 22 Gemeinden nur in den drei Kirchengemeinden Dutenhofen, Hochelheim-Hörnsheim (Bezirk Hochelheim) und Münchholzhausen statt.
Im Kirchenkreis Braunfels wird in den vier Gemeinden Aßlar (Bezirk 1), Braunfels, Niederbiel und Werdorf gewählt. Dort gibt es insgesamt 32 Kirchengemeinden.
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Damit hat sich die Zahl der wählenden Kirchengemeinden in beiden Kirchenkreisen im Vergleich zur vorangegangenen Wahl 2008 noch einmal halbiert. Auch in der Kirchengemeinde Wetzlar mit ihren vier Bezirken findet keine Wahl statt.
"Viele Menschen sind heute beruflich so überlastet, dass es ihnen schwer fällt, zusätzlich Verantwortung im Kirchenvorstand zu übernehmen", erklärt der stellvertretende Superintendent, Pfarrer Jörg Süß. Auch aus diesem Grund hatte die Landessynode beschlossen, die Amtszeit der Presbyter von vorher acht Jahren (bis 2004) auf vier zu begrenzen.
"Der Vierjahres-Turnus hat sich jedoch nicht bewährt", erklärt Süß. "Hinzu kommt, dass im neuen System die Kontinuität der Arbeit in Frage gestellt ist." Früher wurde jeweils die Hälfte des Presbyteriums neu gewählt. Jetzt kann es praktisch zu einem Austausch des gesamten Mitgliederbestandes kommen. Nur knapp oder gar nicht gelang es oft in beiden Kirchenkreisen genügend Kandidaten für die zur Verfügung stehenden Plätze zu finden. Wo dies der Fall ist, gelten die Presbyter-Anwärter als gewählt.
In den Kirchengemeinden Garbenheim und Ebersgöns (Kirchenkreis Wetzlar) sowie in der Kirchengemeinde Bonbaden (Braunfels) müssen die Wahlen jedoch aus Mangel an Bewerbern um ein Jahr verschoben werden.
Reges Interesse in Braunfels
Mehr Engagement wünscht sich daher der Braunfelser Superintendent, Pfarrer Roland Rust, von den evangelischen Christen in seinem Kirchenkreis: "Ich habe den Eindruck, dass Kirche von nicht wenigen ausschließlich als Dienstleister verstanden wird, bei dem man für die gezahlte Kirchensteuer bestimmte Dienste abrufen kann. Dass die Gemeinde Jesu aber wie ein lebendiger Organismus ist, in dem jeder mit seiner Begabung dringend zur Mitarbeit gebraucht wird, damit wir das Leben miteinander menschlich gestalten können, ist zu wenig im Blick."
Mit acht Kandidaten bei fünf freien Plätzen hat die Kirchengemeinde Hochelheim-Hörnsheim (Bezirk Hörnsheim) im Kirchenkreis Wetzlar die meisten Bewerber.
In Braunfels freut sich Pfarrer Joachim Wehrenbrecht über reges Interesse von Gemeindegliedern an der ehrenamtlichen Arbeit im Presbyterium: Elf Kandidaten bewerben sich hier um acht Plätze. Mit einem Gottesdienst beginnt der Wahlsonntag in den Kirchengemeinden. Geöffnet sind die Wahllokale bis 17 oder 18 Uhr.





















