Bei der Show ging es an diesem Abend natürlich nicht nur gruselig zur Sache. Aber der Vampirgraf nahm schon einen prominenten Platz ein. Denn der Song "Die unstillbare Gier" gehörte ganz sicher zu den Glanzlichtern. Mit viel Temperament und seiner facettenreichen und starken Stimme inszenierte Norbert Beppler den Blutsauger im Solo und wurde mit reichlich Applaus bedacht.
Kein Wunder, denn dem Sänger, der in dem melancholischen Stück von der Unmöglichkeit der Liebe für die Untoten singt, ist es gelungen, die Sehnsucht Krolocks nach Nähe wirklich lebendig auf die Bühne zu bringen. Die Qual des inneren Konflikts zwischen Raubtierinstinkten und der vampirischen Suche nach Zuwendung kam wirklich authentisch rüber. Hut ab vor dieser gesanglichen und schauspielerischen Leistung, die ganz nach dem Gusto der Gäste gewesen zu sein scheint.
Kräftigen Beifall gab es aber auch für die zahlreichen vorangegangenen Auftritte des Ensembles mit Beppler, Maribel und Beate Trakle während des gut zweistündigem Konzerts.
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Aus unzähligen Musicals gab es die jeweiligen Sahnehäubchen zu hören
Keine Frage, Musicalfreunde kamen ganz sicher auf ihre Kosten, denn fast jedes Musiktheaterstück von Rang und Namen war vertreten: Ob "Wicked - Die Hexen von Oz", "Starlight Express" oder immer wieder "Tanz der Vampire".
Von unzähligen Musicals gab es mit den jeweils bekanntesten Titeln die Sahnehäubchen zu hören, die die drei Künstler gekonnt vortrugen. Mal im Terzett, mal im Duett, dann wieder solo demonstrierten die drei zumeist üppig kostümierten Sänger ihr Können - übrigens auch als Moderatoren während der kurzen Umbaupausen zwischendurch.
Doch natürlich ging es in allererster Linie um den Gesang der teilweise anspruchsvollen Stücke, den die drei Sänger souverän meisterten. Ein Beispiel dafür ist das Lied "Rebecca" aus dem hierzulande kaum bekannten gleichnamigen Musical, bei dem die Stimme von Mezzosopranistin Maribel mit zum Teil schwierig umzusetzenden und komplexen Passagen klar herausgefordert wurde. Doch die Sängerin meisterte diese Prüfung - ebenso wie Trakle, deren Spielfreude bis in den Zuschauerraum schwappte, unter anderem beim Lied "Auf diesen Tag hab ich gewartet" aus "Tarzan". Mit klangvollem und festem Sopran schwebte die Künstlerin geradezu durch das Stück, bei dem sie zur Belustigung der Besucher Pflanzenteile aus einem Körbchen ins Publikum warf.
Auch der schönste Musicalabend - natürlich waren neben zahlreichen weiteren Hits auch "Das Phantom der Oper" und "Aida" vertreten - geht jedoch irgendwann mal zu Ende. Schade eigentlich, denn es hat viel Spaß gemacht, "Musical Moments" zuzuhören. Wer Nachschlag wollte: Am Samstagabend war die Show ein zweites Mal zu sehen und zu hören.







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