Selbst nach dem Ende der Veranstaltung hielten die Musiker eine besondere Überraschung für die Gäste parat: Im Foyer der Arena und sogar bei eisigen Temperaturen vor dem Gebäude begleiteten sie die Fans musikalisch nach Hause.
Farbenfroh und stimmungsvoll gestaltete sich das Konzert vor der Kulisse des Reichstages in Berlin.
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Diejenigen, die unter Militärmusik verstaubte, eintönige "Tschingderassabum-Musik" erwarteten, wurden eines Besseren belehrt. Das Programm bot internationale Marschmusik mit Showeinlagen, Tanzformationen und aufwendigen Choreografien.
Musikalisch reichte der Bogen von Klassik über Schlager, Evergreens, Pop und Big-Band- Sound. Aber auch Polka und Walzer kamen nicht zu kurz, kurzum: Ein Programm, das den meist älteren Besuchern bestens gefiel.
Zweifelsfrei der emotionale Höhepunkt war das große Finale, bei dem alle Akteure in der Rittal-Arena ihr Können unter Beweis stellten. Spätestens als die Dudelsackspieler der Tilburg Pipes und Drums aus Schottland lautstark unter Orchesterbegleitung das "Highland Cathedral" einstimmten und vor dem virtuellen Reichstagsgebäude Pyrotechnik zum Einsatz kam, hielt es keinen der Besucher mehr auf dem Platz. Fahnenträger der beteiligten Nationen liefen ein. Mit dem Wehen der Europafahne erhielt die Veranstaltung den internationalen Anstrich.
Show und Tanz garnieren Schlager, Pop und Big-Band-Sound
Die Karabiniers des Prinzen von Monaco machten den musikalischen Anfang und versuchten, teilweise vergeblich, das Publikum mit Mambo und Boogie einzubeziehen. Besser kamen dann die Tilburg Pipes und Drums an, die mit traditionellen schottischen Weisen zu überzeugen wussten und die musikalischen Beiträge tänzerisch mit einer eigenen Gruppe untermalten.
Der Knoten platzte endgültig bei der Showband Antonius aus Holland. Aufwendige Choreografien, gepaart mit einer vielfältigen Musikmischung und musikalischer Szenendarstellung wie die eines Trommlerwettbewerbes begleiteten die Zuhörer schon während der Vorführung mit Beifall.
Ein Johann-Strauß-Medley mit sehr schönen Tanz- und Gestaltungseinlagen zeigte das Militärmusikkorps aus dem ukrainischen Sewastropol. Traditioneller Folklore folgten "Venus" von Bananarama und "The winner takes it all" von ABBA. Gabriella Paterson, angekündigt von Moderator Björn Gehrmann als eine der schnellsten Violinistinnen, stellte ihr Begabung bei Vittorio Montis Werk "Czardas" unter Beweis. Traditionell in Lederhosen und mit der Trachtenkapelle St. Barbara aus Peine (Glück auf der Steiger kommt) war Deutschland vertreten. Bulgariens Navy Band Varna zeigte sich sehr diszipliniert mit gekonnten Laufformationen. Jacques Offenbachs "Cancan" folgte, dann "One moment in time" von Whitney Houston und "YMCA" von Village People. Auf eine Reise in die Welt von Peter Tschaikowski nahm das Militärmusikkorps aus Perm (Russland) die Besucher mit. Tolle tänzerische Einlagen bis hin zu Schwanensee in männlicher Besetzung sorgte für Unterhaltung und Heiterkeit. Die Formation zeigte, dass man auch Instrumente in voller Bewegung beherrschen kann. Zu Walzerklängen erwachten Blumen vor der Kulisse. Mit Frank Sinatras "My way" und dem Radetzkymarsch verabschiedeten sich die Musiker unter der Leitung des Fregattenkapitäns Andrey Vysoven schließlich vom Publikum.
























