"Der Beruf des Industriemechanikers interessiert mich und ich kann mir gut vorstellen, dass ich das später einmal als Beruf machen könnte", erklärte Mike weiter. Unterstützt bei dem Gang über die Messe, an der rund 32 Unternehmen, Dienstleister und Ausbildungsbetriebe teilnehmen, wurde er von seinem Paten Hans-Jürgen Maurer. Er ist überzeugt, dass die Jugendlichen heute Hilfestellungen brauchen, um ihren Beruf zu finden. "Viele wissen zu wenig über die Ausbildungen und da ist es genau richtig, dass solche Jobbörsen angeboten werden", sagte Maurer, der sich mit Mike ausführlich mit Steffen Dornbusch, Ausbilder bei Buderus Edelstahl, unterhalten hat. Themen wie Länge der Ausbildung, Anzahl der Ausbilder, Möglichkeiten eines Praktikums oder einer Weiterbildung, Ablauf eines Einstellungstests oder Ausbildungsinhalte - all das waren Fragen, die der Ausbilder klären konnte. "Wichtig ist uns, dass wir in den persönlichen Kontakt mit den künftigen Auszubildenden kommen", stellte Dornbusch fest.
Eine konkrete Ausbildungsvorstellung hat auch die 19-jährige Julia Schimmel, die im Mai ihre Abiturprüfung an der Goetheschule ablegen will.
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Die Firmen gehen dorthin, wo die Menschen sind
Sie steht am Stand der Bundespolizei und holt sich Informationen zu deren Ausbildungsmöglichkeiten. "Ich will etwas mit Menschen machen, ich will Courage zeigen und da bin ich hier richtig", so die 19-Jährige, die sich aber auch noch über das weitere Angebot der Jobbörse informieren will. Antworten bekommt sie auch vom Einstellungsberater der Bundespolizei, Volkmar Prettin. Er rät, dass ein angehender Bewerber sich über die aktuelle politische Lage informieren sollte, wissen sollte, was die Bundespolizei macht oder auch psychisch und physisch belastbar sei. Die entsprechenden Bewerbungsunterlagen könne man dann anfordern, so Prettin.
Neben diesen beiden Ausbildungsmöglichkeiten sind auch die Bundeswehr, Neusehland Pixyfoto, Volksbank Mittelhessen, Carl Zeiss Optics, Sälzer GmbH, Neils & Kraft, Uwe Weller Feinwerktechnik, die Küster Holding, Bosch Thermotechnik, Continental, Mercure Hotel, Globus Handelshof, Sparkasse Wetzlar, Bäckerei Moos, Obi, LTi Unternehmensgruppe, AOK Gesundheitskasse, Tucker GmbH, dm-Drogerie, Seel, GmbH, Media Markt, Lidl Vertriebs-GmbH, Kaufland sowie ArbeiterKind.de, Technische Hochschule Mittelhessen, studienabbrecher.com, new assessment of sales und die Bundesagentur für Arbeit mit Ständen vertreten.
Eröffnet wurde die Jobbörse vom Center-Manager Sven Martens. "Tausende Schulabgänger stellen sich jedes Jahr nach ihrem Schulabschluss die Frage, ob sie eine Ausbildung oder ein Studium beginnen wollen. Gemeinsam mit dem Sonntagmorgen-Magazin und der Bundesagentur für Arbeit haben wir diese Jobbörse initiiert, um den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben, sich umfassend zu informieren und sich auch schon persönlich bei den Firmen und Unternehmen vorstellen zu können", so Martens. Man wollte eine Starthilfe in den Beruf ermöglichen und einen wichtigen Beitrag zur Zukunft der Region leisten. Landrat Wolfgang Schuster (SPD) begrüßte die Jobbörse und sprach von der Chance, hier seinen künftigen Arbeitgeber zu finden. "Die Firmen gehen dorthin, wo die Menschen sind. Sie müssen qualifizierte Mitarbeiter dort abholen, wo sie sich befinden und junge Menschen für die Ausbildung in ihren Betrieben ansprechen", sagte Schuster.
Für die Stadt Wetzlar war Wirtschaftsdezernent Harald Semler (FWG) ins Forum gekommen. "Jugendliche müssen in die Arbeitswelt gebracht werden und dies nicht nur durch Anzeigen, sondern durch die persönliche Ansprache." Er hoffe, dass mit der Jobbörse viele Arbeits- und Ausbildungsplätze besetzt werden können. Die Schirmherrschaft der Jobbörse hatte der Regierungspräsident Lars Witteck übernommen.
Am Freitag und Samstag werden, neben den Beratungen an den Ständen, auch noch verschiedene Veranstaltungen stattfinden, darunter der "AOK-Kompass", "Check Dein Profil, bevor es andere tun", "Bundeswehr - Karriere mit Zukunft", "Studienabbrecher - was nun?", "Speedcoaching", "Du willst studieren?", "MINT-Berufe - nie mehr arbeitslos" oder "Wie finde ich eine Ausbildungsstelle". Alle Angebote sind kostenfrei.
























