Klare, berechenbare und vor allem stabile Verhältnisse soll es zukünftig wieder am UKGM geben. So lautet zumindest die zentrale Forderung der regionalen Akteure, die sich neben den Landespolitikern aller Parteien zur gescheiterten Übernahme der Rhön-Klinikum AG durch Fresenius zu Wort meldeten. In der jetzigen Situation gelte es, das erklärten die Präsidien beider Universitäten, alle Optionen zu prüfen, um baldmöglichst klare und berechenbare Verhältnisse für das UKGM herbeizuführen. "Die Universitätsmedizin in Mittelhessen braucht Stabilität, wenn sie weiterhin erfolgreich in Forschung und Lehre sein will", betonten Professorin Katharina Krause, Präsidentin der Philipps-Universität Marburg, und Professor Joybrato Mukherjee, Präsident der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Dass die Ministerin für Wissenschaft und Kunst, Eva Kühne-Hörmann (CDU), Gespräche zur Zukunft des UKGM angekündigt habe, sei sehr zu begrüßen. Diese Gespräche sollen heute in Wiesbaden stattfinden.

Geht es nach der Gewerkschaft Verdi, soll das Land Hessen das UKGM wieder in eigene Trägerschaft nehmen. In einem gemeinsamen Papier zur Zukunft des Universitätsklinikums fordern Gewerkschaft, Vertrauensleute und die Betriebsräte des UKGM von der Landesregierung, Verantwortung zu übernehmen und das Klinikum über vier zentrale Handlungsfelder auf neue Füße zu stellen: Sicherheit der Arbeitsplätze, Qualität der Arbeits- und Ausbildungsbedingungen, ausreichende Finanzierung von Forschung und Lehre sowie keine Finanzierung von Baustellen am Klinikum durch weiteren Personalabbau.
"So wie bisher, kann es nicht weitergehen"
"Nachdem die Übernahme des Rhön-Klinikums durch Fresenius im ersten Anlauf gescheitert ist, gibt es für das Land Hessen zur Zeit allerdings keine rechtliche Handhabe, um das Klinikum gegen den Willen des derzeitigen Betreibers wieder in eigene Trägerschaft zu übernehmen", erläuterte Marita Kruckewitt von Verdi-Mittelhessen die aktuelle Situation. Trotzdem könne es "so wie bisher nicht länger weitergehen".







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