"Die Mediziner müssen Nein sagen"

Thorsten Schäfer-Gümbel schaut sich an sieben Stationen im Landkreis um
Andr Dolge (18) ist einer der 24 Teilnehmer, die in der Produktionsschule arbeiten und lernen. Er baut Nistkästen und sp
Andr Dolge (18) ist einer der 24 Teilnehmer, die in der Produktionsschule arbeiten und lernen. Er baut Nistkästen und spricht mit Thorsten Schäfer-Gümbel. (Foto: Heimrich)

Das Land müsse seinen Einfluss stärker geltend machen, forderte der SPD-Chef in Marburg. Ob die Stellenkürzungen tatsächlich kämen, "entscheiden am Ende alleine die Mediziner. Die müssen laut sagen: Das geht nicht".

Vor dem Mittagessen in der Mensa hatte Schäfer-Gümbel die Blista und dort unter anderem den Physik-Unterricht der blinden und sehbehinderten Schüler besucht. Nach einem Frühstück mit Kommunalpolitikern im Kreis ging es zur Produktionsschule unter dem Dach von "Arbeit und Bildung". Dort werden Jugendliche aufs Ausbildung- und Berufsleben vorbereitet, die zuvor "aus allen anderen Systemen rausgeflogen sind", wie die stellvertretende Geschäftsführerin des Vereins, Angelika Funke, sagte. "Hier werden nicht einfach Nistkästen gebaut, sondern es wird darüber gesprochen, dass sie für Umweltschutzorganisation gemacht sind und welche Funktion sie haben", erklärte Funke das Prinzip, Arbeit und Bildung zu verbinden.

Kein Schüler ohne Abschluss

Dass die Produktionsschulen eine verlässliche Finanzierung brauchen, betonten Funke und der Leiter der Adolf-Reichwein-Schule, Norbert Herlein, eindringlich. "Seit elf Jahren kämpfen wir darum", sagte Herlein. Ihren Argumenten stimmte der SPD-Chef zu. Die Produktionsschulen müssten finanziell abgesichert werden, sagte Schäfer-Gümbel. Sie seien ein wichtiger Baustein für "unser Ziel, dass bis zum Jahr 2020 kein Jugendlicher mehr die Schule ohne Abschluss verlässt".


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