Schulungs-Teilnehmer und -Teilnehmerinnen werden unter anderem an die Grenzen der eigenen Endlichkeit herangeführt und können dann selbst prüfen, ob sie im Kurs bleiben wollen oder gehen möchten. Manche brechen auch ab. Es steht jedem offen.
Auch später, im Dienst als Ehrenamtlicher, darf jeder offen sagen, wenn ihm etwas zu viel wird und er beispielsweise eine Pause braucht. Es wird von Seiten der Koordinatorinnen Susanne Schneider und Doris Pitzer sogar Wert darauf gelegt. Denn keiner der Ehrenamtlichen sollte überfordert werden. Darauf haben die beiden hauptamtlichen Mitarbeiterinnen im Hospizverein ein Augenmerk.

Teilnehmer lernen, andere Lebensformen zu akzeptieren
In der Ausbildung geht es beispielsweise um Themen wie körperliche Nähe und Distanz, um den Umgang mit Betroffenheit und Toleranz, um Schuld und Scham, das Erleben von Grenzen, um die Bedürfnisse Sterbender und ihrer Angehörigen sowie ihr seelisches Erleben.
Andere Lebensformen gilt es zu akzeptieren. "Die eigenen Wertvorstellungen müssen nicht zwangsläufig die der anderen sein", so Susanne Schneider. Und Doris Pitzer ergänzt: "Es geht nicht um das Verändern, sondern um das Aushalten."
Darüber hinaus erhalten sie Informationen über rechtliche Grundlagen, wie etwa Patientenverfügungen, Betreuungsrecht und Vorsorgevollmachten. Einblicke in die Palliativmedizin werden auch vermittelt - von Martin Bohe, der Arzt für Palliativmedizin ist.
Ausgebildete Ehrenamtliche haben dann die Möglichkeit, zunächst in Begleitung eines schon länger aktiven Sterbebegleiters in den Dienst hineinzuwachsen. Etwa zwei Stunden wöchentlich sollten die Ausbildungsteilnehmer einsatzbereit sein.
Die Absolventen treffen sich alle zwei Wochen zu den Schulungen. Und ab und zu auch einen ganzen Samstag. Anfang Februar beginnt wieder ein neuer Kurs. Interessenten können sich bei Susanne Schneider (0174) 8744533 und Doris Pitzer (0151) 25397425 darüber informieren.
Den Hospizdienst Immanuel erreichen Sie unter (0174) 8744533.







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