Seit Mai 2009 hat Professor Hans Ramge in der Kolumne "Was bedeutet Ihr
Name?" mittelhessische Familiennamen erklärt. Fast 500 Namen umfasst
die Liste inzwischen. Zum Nachlesen sind die Kolumnen hier archiviert.
In der rechten Spalte sind die besprochenen Familiennamen als Links
aufgeführt, die direkt zur jeweiligen Kolumne im Archiv führen.
Bitte beachten Sie, dass keine weiteren Anfragen zur Deutung von
Familiennamen mehr angenommen werden können, da die Serie im Frühjahr
2011 endet. Wenn Sie Interesse an der Deutung von Familiennamen haben,
können Sie sich hier eine Liste mit Literaturtipps herunterladen, die
Prof. Ramge zusammengestellt hat.
Heiligennamen und biblische Namen, die sich besonders seit dem hohen Mittelalter großer Beliebtheit als Taufnamen erfreuten, wurden oft so umgestaltet und verwurstelt, dass sie kaum wiederzuerkennen waren. Das gilt dann natürlich auch, wenn aus den Taufnamen dann Vor- und Familiennamen wurden. Da hat der angefragte Name Bastian als leichte Kürzung...mehr
Der in Mittelhessen verbreitete Name Plaum hat seinen Schwerpunkt im Kreis Marburg-Biedenkopf: Hier wohnt allein ein Drittel der 500-600 Plaums. Die ebenso zahlreichen Blaums, die sich mit "B" schreiben, leben hingegen vorwiegend im Westerwald. Kein Zweifel, dass die beiden Namen zusammengehören. Die Deutung hingegen ist schwierig und unsicher...mehr
So wenig wie bei Weiler ist beim Familiennamen Triesch eine örtliche Verankerung möglich. Immerhin wabert es in der Familiensaga von Werner Triesch aus Haiger: Die Vorfahren seien von einer westfriesischen Insel auf den Drieschen mit Bonifatius nach Hessen gekommen. Das ist nun räumlich und zeitlich, in einem sehr wörtlichen Sinne...mehr
Nicht immer ist klar, ob ein geschriebenes ö ein mit gerundeten Lippen gesprochenes e wiedergibt wie bei Wörner/Werner. Bei dem seltenen, hauptsächlich im Kreis Marburg-Biedenkopf vorkommenden Namen Mönninger ist das aber zweifellos der Fall. Denn ihm entsprechen eine größere Anzahl von Menninger-Familien in Thüringen und Unterfranken...mehr
Frau Andrea Crause aus Erda denkt: Das muss doch etwas Besonderes mit meinem Namen sein, wenn er mit C beginnt! Recht hat sie: Denn Krauses mit K gibt es über einhunderttausendmal in Deutschland, aber die Crauses kommen gerade einmal auf 14 Telefonanschlüsse, gestreut zwischen Offenbach am Main und Pinneberg...mehr
Die angefragten Familiennamen, die auf -el ausgehen, spiegeln meistens kleine Reste des ehemaligen zweiten Namenglieds. So geht Dippel , hauptsächlich in Nordhessen verbreitet, auf den alten Personennamen Dietbald (aus thiot "Volk" + bald "kühn") zurück. Faupel ist die seltenere Schreibform für Vaupel und wie dieses auf Nord- und Mittelhessen...mehr
Viele Familiennamen sind dadurch entstanden, dass ein einfacher alter Personenname zum Kennzeichen der Familie wurde. Zwei, drei Generationen im Gebrauch, dann war er als Familienname verstetigt. Die alten deutschen Personennamen sind in der Masse seit dem 8. Jahrhundert überliefert, d.h. grob gesprochen seit der Zeit Karls des Großen...mehr
"Edel sei der Mensch ... doch die Verhältnisse, die sind nicht so" - um Goethe durch Brecht realistisch zu ergänzen. Und Menschen neigen dazu, beim Anderen eher negative Eigenschaften zu bemerken und zu benennen als positive. Doch gibt es in der Familiennamengebung durchaus rühmliche Ausnahmen. Wenn z.B...mehr
Wer Gans, Gaul, Geier oder Wolf heißt, wie das bei manchen Leserinnen und Lesern der Fall ist, wird vielleicht, zumindest als Kind, unter seinem Namen gelitten haben. Denn natürlich ist es kein Wunder, dass man dem Namensträger mehr oder weniger scherzhaft die Eigenschaften zuordnet, die man den entsprechenden Tieren in alter Gewohnheit zuschreibt:...mehr
Hallo,freue mich über Nachricht,sowohl über den Namen Heinz wie eventuell auch über den Namen Haupt.Tolle Sache und im vorraus ein herzliches DANKE