In Haiger gibt es nichts zu skandalisieren

Digitask und der "Staatstrojaner"
Von Jörgen Linker
Von Jörgen Linker

Also: Die Software ist nicht per se schlecht - erst wenn mit der Nutzung Grenzen überschritten werden. Diese Grenzen hatte das Bundesverfassungsgericht der Online-Durchsuchung gesetzt.

Digitask-Anwalt Winfried Seibert räumte gegenüber dieser Zeitung ein, dass das Unternehmen gar nicht wissen will, was mit der Software gemacht wird. Das heißt im Umkehrschluss: Man rechnet schon damit, dass sie nicht nur für legale Zwecke genutzt wird. Kurzum: Bei Digitask arbeiten keine Moralapostel. Na und?! Die Firma Leica in Wetzlar gerät schließlich auch nicht in Verruf, weil sie kleine Spionagekameras hergestellt hat. Ebensowenig ein Waffenhersteller. Mit dessen Pistolen können Polizisten den Staat schützen. Mit Pistolen kann aber auch gemordet werden. Dafür ist aber keinesfalls der Hersteller verantwortlich.


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