
Aber es herrscht inzwischen zu lange Stillstand. Seit Februar 2010 steht das Gebäude nun leer. Und es wird weiter erbittert darum gestritten. Dabei dreht man sich in Lahnau im Kreis: Bereits im Januar 2012 waren die Fronten – nach weit über einem Jahr emotionsgeladener Diskussion – verhärtet. Inzwischen wurden Grenzen des Anstands überschritten. In einer Demokratie sind nunmal verschiedene Meinungen erlaubt. Jeder darf sie äußern und vertreten – egal, ob er Bürgermeister Schultz heißt oder sich in der Initiative Grundschule Atzbach im Amthof engagiert. Punkt.
In Lahnau schafft man es ganz offensichtlich nicht, sich selbst aus dieser verzwickten Lage zu befreien. Dabei muss endlich eine Entscheidung her – vom Richter oder vom Kreis. Kaum zu erwarten ist allerdings, dass Geld vom Kreis fließt, der unter den kommunalen Schutzschirm des Landes schlüpft. Er muss dafür spätestens im Jahr 2020 einen ausgeglichenen Haushalt vorlegen. Da werden ihn Rechenbeispiele, die über diesen Zeitraum hinausgehen, kaum interessieren. Auch wenn sie aus Lahnau kommen.







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