Schulamt gegen GEW - wie im Kindergarten

Jeder hat seine Sicht über diesen Lehrerprozess und die Folgen. Über Ohrfeigen und Schläge für Schüler.
Das Schulamt, das die beiden Beilsteiner Lehrer suspendierte.
Die Lehrer, denen es vor Gericht leid tat, die sich aber zu Unrecht  wie als Schwerverbrecher vorgeführt kamen.
Gewerkschafter, die sich zu Recht  für ihre Lehrer stark machten,  dafür aber  auch die Schläge als Harmlosigkeit abgetan haben.
Eltern, die sich spinnefeind wurden, weil sie sich entweder für  die  angeklagten Lehrer und deren  schulische  Kompetenzen stark machten oder  die Lehrer wegen der  Ohrfeige und der Schläge anprangerten. 
Kinder, die völlig verunsichert als Zeugen vor Gericht aussagen mussten, die hin- und hergerissen zwischen den verschiedenen Meinungen von ihren und über ihre Respektspersonen waren.
Eine Staatsanwältin, die hartnäckig zunächst die Lehrer und nun einen Gewerkschafter  anklagte.
Ein Limburger Richter, der dem Verfahren  Gewicht  beigemessen hat, weil es um das leibliche und seelische Wohl von Kindern gehe, und der die  beiden  Lehrer wegen Körperverletzung verwarnt hat.
Und nun ein Weilburger Richter, der  die Justiz unnötig gefordert sieht und der Staatsanwaltschaft vorwirft, sie habe sich vom Schulamt instrumentalisieren lassen.
Jeder wird wohl seine Sicht behalten.
Allerdings haben der  Lehrerprozess sowie das  gestrige Verfahren  auch gezeigt: Es geht um mehr als eine Ohrfeige und zwei Schläge auf einen Oberarm. Es geht vor allem auch um verletzte Eitelkeiten. Auf Seiten des Weilburger Schulamtes. Und auf Seiten der Lehrer-Gewerkschaft. Ein Streit, der im ersten Prozess schon auf dem Rücken der Kinder ausgetragen wurde. Ein Streit, dessen Ende noch nicht absehbar ist, der in Rechthaberei mündet.
Kindergarten!


Unbegrenzter Zugriff auf mittelhessen.de und die News-App. Jederzeit kündbar. Jetzt nur 6,90€ pro Monat!
Link zum Thema
Copyright © mittelhessen.de 2011
Kommentare (0)
Mehr aus Standpunkte Dillenburg
  • Von Martin H. Heller Da bleibt die Luft weg!
  • Aus Versehen geschwänzt?