Standpunkt

Von Jörgen Linker
Von Jörgen Linker

Nein, muss man nicht! Es ist eine illegale Droge. Und dahinter steckt ein kriminelles Milieu. Es geht um viel Geld, und damit schwinden Skrupel. So ist das Drogengeschäft auch ein Geschäft mit dem Tod. Der Doppelmord-Prozess um den Tod zweier Herborner zeigt es. Egal wie das Gerichtsurteil ausfallen wird, der Tod der beiden Halbbrüder ist die Folge von Drogengeschäften.

Woche für Woche tauchen in dem Prozess Zeugen aus dem Dillkreis auf. Meist Mitt-Zwanziger, viele Drogenkonsumenten, einige vorbestraft und einen Teil ihres Lebens verbaut. Sie tragen keine juristische Schuld an dem Tod der beiden Herborner, aber sie spielen nun eine Rolle in einem Mordprozess. Sicher kein schönes Gefühl. Ihr Gewissen knabbert vielleicht ewig an ihnen.

Jeder der Cannabis kauft - sei es auch nur ein Gramm für fünf Euro - finanziert ein kriminelles Milieu, leistet einen kleinen Beitrag, dass es Menschen gibt, für die sich das Geschäft mit der Sucht sowie ihren Folgen rechnet und für die sogar der Tod lohnt.

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