Ein Staubsaugermotor, 30000 Weichbleche, ein Gewicht von etwa einer Tonne - dieses wohnzimmergroße Monstrum schaffte Additionen in drei Sekunden, trug den Namen "Z 1" und gilt als erster Computer der Welt.
Zwei Jahre lang, von 1936 bis 1938, hatte der 1910 in Berlin geborene Bauingenieur Konrad Zuse im Wohnzimmer seiner Eltern den Prototyp jener elektronischen Rechenmaschinen konstruiert, ohne die wir uns heute das Leben nicht mehr vorstellen können. Wer könnte besser über die Geburtsstunden des "Z 1" referieren, dem 1941 der "Z 3" als erster voll programmgesteuerter Rechner der Welt folgte, als sein Sohn Horst Zuse,
Wie der erste "Z 1" entstand
Horst Zuse war mit dabei, als sein Vater nach dem Krieg weitere Rechner entwickelte und sich bis zu seinem Lebensende 1995 mit den theoretischen Grundlagen der Computer-Technik beschäftigte.
Horst Zuse, der ein ausgewiesener Soft-Ware-Experte ist, wird in seinem Vortrag die frühen Rechnerentwicklungen aus den USA und Großbritannien vorstellen.
Das Werk seines Vaters, die legendären Rechenmaschinen "Z 1" bis "Z 4" und die Geschichte der Zuse KG, die 1949 als erste Firma mit der kommerziellen Computerproduktion begann, werden mit vielen Fotos und Videos aus den 50er Jahren präsentiert.
Schließlich geht es auch um Konrad Zuses in den späten sechziger Jahren entwickelten Theorien eines digitalen Universums. Am Ende der Veranstaltung wird wie immer die Gelegenheit bestehen, mit dem Referenten zu diskutieren. Die Veranstaltung wird unterstützt von den Stadtwerken Weilburg. Der Eintritt ist, wie zu allen weiteren Veranstaltungen der Reihe, frei.
Die nächste Veranstaltung findet am 11. November in der Aula der Schule (Lessingstraße) statt. Professor Michael Düren wird über das Projekt DESERTTEC informieren, mit dem die Solarstrahlung in den Wüsten nutzbar gemacht werden soll.
Weitere Informationen zum Programm der naturwissenschaftlichen Reihe gibt es auf der Homepage des Gymnasiums unter www.philippinum-weilburg.de.






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