Es entstehen 50 Klassen- und Fachräume, von denen Schulleiter Ralf Abel schon jetzt sagt: "Wir werden die modernste Schule in Hessen."
Zum Auftakt der Sanierung waren von allen Seiten nur Freudentöne zu hören. Landrat Manfred Michel sagte: "Das ist eines der wichtigsten Projekte, das wir im Rahmen des Konjunkturprogramms im Landkreis haben." Es handele sich um einen Schulkomplex, der 1975 bis 1978 als beispielgebend gelobt worden sei.
"Bautechnisch war es eine schlechte Schule, ein katastrophaler zweigeschossiger Kasten mit innen liegenden Räumen mit unzureichender Klimaanlage ohne Tageslicht", beschrieb der Landrat die Zustände. Vier bis fünf Jahre sei nun an Sanierungsplänen gearbeitet worden, um eine übersichtliche, brauchbare Schule in einem vernünftigen Kostenrahmen zu bekommen", betonte Michel.
Dabei habe er größten Wert auf die gemeinsame Erarbeitung von Lösungen mit den Pädagogen gelegt, deren Ideen und Vorschläge zu 95 Prozent in die Planungen einbezogen werden konnten.
"Schulstraße" als zentrale Achse
"Dadurch erreichen wir eine höhere Zufriedenheit und Akzeptanz. Es wird eine völlig neue Schule geben, mit lichtdurchfluteten Räumen, in denen ein vernünftiger Unterricht gewährleistet ist", schwärmte der Landrat.
Zentrale Achse ist eine so genannte Schulstraße, die sich durch das lange Bauwerk zieht und an einer anderthalb-geschossigen Cafeteria liegt. Michel sprach von einer "grandiosen Idee".
Die Adolf-Reichwein-Schule sei einst für 1500 Schüler ausgelegt gewesen, jetzt sei sie mit 2250 Schülern und 170 Lehrern die größte Schule im Kreis, die permanent mit neuen Zweigen und Aufgaben arbeite.
Die auf drei Geschosse verteilte Nutzfläche messe 8000 Quadratmeter. Der umbaute Raum entspreche 50 riesengroßen Einfamilienhäusern.
Der Leiter des Eigenbetriebs Gebäudewirtschaft des Kreises, Albrecht Heckelmann: "Das Bauwerk wird gänzlich entkernt, auch Asbest entfernt. Wir müssen für die Sanierung 80 Prozent der Neubaukosten aufwenden. Dafür werden wir eine zukunftsfähige Schule bekommen, die einem Neubau entspricht."
"Für uns ist diese Schule eine Herausforderung. Unser Ziel ist die Schule aus einem Guss", sagte Architekt Willi Hamm, der die einwandfreie Zusammenarbeit der Beteiligten lobte. Diese Schule zeichne sich durch große Vielfalt aus, zum Beispiel durch eine voll funktionsfähige Bäckerei, Metzgerei und dem Patientenzimmer eines Krankenhauses, in denen originalgetreu unterrichtet werde.
Die 280 Quadratmeter große Cafeteria wird nach Hamms Plänen das Kommunikationszentrum und damit dass Herzstück der Schule.
Allerdings werde die dreijährige Bauzeit zur "Operation am offenen Herzen", denn der Unterricht müsse ohne Einsatz provisorischer Schulcontainer fortgesetzt werden, was zu starken Belastungen führen könne. In die energetische Sanierung ist eine Holzpellet-Anlage einbezogen.
In dunklen Räumen vegetiert
Schulleiter Abel: "Dieses Bauwerk hat eine 15-jährige Vergangenheit. Wir haben über Jahre hinweg in Dunkelräumen vegetiert mit Raummangel und Wanderklassen."
Landrat Michel habe die Sanierungspläne vorangetrieben". Es wurde uns nichts übergestülpt, sondern Pläne mit der Schule gemeinsam entwickelt. Wir bekommen eine optimale Schule mit einem Kommunikationszentrum für Lehrer."
Sein Vorgänger Dr. Heinrich May habe das Projekt auf den Weg gebracht. "Wir können jetzt die Früchte einfahren", schloss Abel.






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