In einer fast dreistündigen Rettungsaktion holten Polizisten und Tierarzt Sven Pfeiffer aus Driedorf das verängstigte Tier gesund und unverletzt vom Dach. Vermutlich war das Tier von einem Abhang an der Rückseite des Hauses auf das Flachdach an der Rückseite des Hauses geklettert, beim Balancieren auf dem Dachfirst ausgerutscht und in den Schneefang an der Straßenseite des Hauses geraten.
Damit steckte das Tier in einer Sackgasse. Nach oben und damit zurück auf die andere Seite des Daches ging es nicht mehr: Zu rutschig waren die Schieferplatten, zu steil das Dach. Hinter dem Schneefang lauerte die weit größere Gefahr, nämlich rund acht Meter freier Fall auf die Straße.
Die von den Nachbarn verständigten Polizisten und Feuerwehrmänner entschieden sich dafür, einen Tierarzt zu Rate zu ziehen.
Sven Pfeiffer, Tierarzt aus Driedorf-Münchhausen, traf schließlich ein, um den Fuchs aus seiner misslichen Lage zu befreien. Allerdings zunächst mit mäßigem Erfolg.
Von einem Erkerfenster etwa in Höhe des Schneefangs gelegen, versuchte er das Tier mit einem Narkotikum per Blasrohr zu betäuben, um den Fuchs anschließend in Ruhe bergen zu können. Dafür musste sich der Tierarzt mit dem Oberkörper extrem weit aus dem Fenster lehnen. Unter diesem unmöglichen Winkel litt seine Treffsicherheit. Er verfehlte den Fuchs. Dieser geriet dadurch umso mehr in Panik, flüchtete an die ungesicherte Dachseite, versuchte hektisch, den Giebel zu erklimmen, geriet ins Rutschen, stürzte schließlich doch ab...
Polizisten federn Sturz mit einem improvisierten Sprungtuch ab
...aber fiel nicht auf den Asphalt, sondern federte weich auf einer Decke, die zwei Polizeibeamte sicherheitshalber als Sprungtuch aufgespannt hatten, und klatschte anschließend aus nur etwa einem Meter Höhe auf den Asphalt.
Geistesgegenwärtig hielt ein Beamter das Tier fest, so dass es andere Polizisten mit einer Fangschlaufe ruhigstellen konnten. "Der Fuchs versuchte zu beißen, aber die Polizisten konnten ihm einen Besenstiel zwischen die Kiefer stecken, so dass keine Gefahr bestand", schilderte ein Augenzeuge.
Den Absturz überlebte das Tier offenbar unverletzt. Die Polizisten brachten den Fuchs danach mit Hilfe der Fangschlaufe in das angrenzende Waldstück und setzten ihn dort aus.







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