Am Wochenende setzten Koch, sein Jagdkollege Axel Herzberger und Falkner Kai Uwe Hengstermann den Vogel an dem Platz aus, wo Koch ihn gefunden hatte. Zum damaligen Zeitpunkt war das Tier extrem geschwächt, erinnerte sich Koch. Der Uhu hatte sich mit seinem rechten Fuß in einem Ast verfangen und hing dort kopfüber nach unten. "Ich bin nur durch die Flügelschläge auf ihn aufmerksam geworden", erzählte Koch. Gemeinsam mit der Feuerwehr hat er den Vogel aus seiner misslichen Lage befreit und ihn an den Kreisbeauftragten für Vogelschutz, Erich Sänger (Lixfeld), übergeben. Der wiederum vermittelte das Tier weiter in den Vogelpark Uckersdorf, wo es zunächst versorgt wurde.
Umzug vom Vogelpark Uckersdorf in den Westerwald
Weil dort aber keine ausreichend großen Volieren zur Verfügung standen, hat sich Falkner Hengstermann des Vogels angenommen. Er betreibt eine Falknerstation im Tierpark Bad Marienberg im Westerwald und hat den Vogel zwei Wochen lang wieder aufgepäppelt.
Anfangs habe es nicht sehr gut ausgesehen, erzählte der Fachmann. Er habe den Uhu an einem Samstag bekommen und bis zum darauf folgenden Mittwoch habe er nur auf dem Boden gesessen. Doch das war offensichtlich nur eine Schonhaltung für den verletzten Fuß, vermutet Hengstermann. Denn gebrochen war an dem Fang nichts - lediglich geschwollen war er.
"Dank der täglichen Fütterung mit Eintagsküken ist er schnell wieder zu Kräften gekommen", verriet der Falkner. Seine alte Heimat scheint der Vogel während des unfreiwilligen Urlaubs im Westerwald übrigens nicht vergessen zu haben. Nachdem Hengstermann die Box geöffnet hatte, flog der Vogel in die Richtung, in der Koch ihn vor drei Wochen entdeckt hatte.














