Neun Windräder westlich von Niederzeuzheim, an der Landesgrenze zu Rheinland-Pfalz und damit zu Hundsangen, wären demnach denkbar. Hinzu kommen vier westlich von Niederhadamar, an der Gemarkungsgrenze zu Elz und Malmeneich. Sämtliche Standorte befinden sich auf stadteigener Fläche.
Ruoff sagte, dass der Magistrat der Planungsgemeinschaft keinen Auftrag für die vorgeschriebene Umweltverträglichkeitsprüfung erteilt habe, weil die Stadtverordneten noch nicht entschieden hätten, ob die Windkraftnutzung grundsätzlich überhaupt gewünscht ist.
Messungen dauern ein Jahr
Die Planer wollen dennoch bereits im Frühjahr mit den Untersuchungen beginnen, die sich über ein ganzes Jahr erstrecken. Das finanzielle Risiko, dass die Stadt die Windkraftnutzung doch noch ablehnt, läge dann bei der Planungsgemeinschaft.
In der laufenden Woche wolle das Unternehmen abschließend entscheiden, ob es dieses Risiko tatsächlich eingeht. Ruoff kündigte an, dass der Magistrat parallel dazu eine Grundsatzentscheidung der Stadtverordneten vorbereiten werde.
Eine weitere Nachricht des Bürgermeisters betraf das lange umstrittene Marktzentrum gegenüber dem Hadamarer Sportplatz, das nicht zuletzt als Gegengewicht zum Kaufkraftabfluss aus den östlichen Stadtteilen in Richtung Obertiefenbach gedacht ist.
Nachdem das Vorhaben mangels interessierter Handelsfirmen gescheitert schien, hat nun offenbar der Bauentwickler Rubicon Mieter für die noch zu bauenden Märkte gefunden. "Vorgesehen sind ein Norma-Markt, Raiffeisen-Markt, Schuh- und Textilmarkt", berichtete Michael Ruoff. Rubicon habe seinen Kaufwunsch geäußert und sich mit den Konditionen einverstanden erklärt, die bereits im vergangenen Jahr im Gespräch waren. Damals war von einem Preis von rund 650 000 Euro die Rede gewesen. Den Kauf macht Rubicon allerdings ausdrücklich davon abhängig, dass die Handelsansiedlung vom Regierungspräsidium in Gießen genehmigt wird.
Für die Stadt positive Nachrichten verkündete Bürgermeister Ruoff auch zur alten Schulturnhalle am Schloss, sowie zu dem dort geplanten "Haus der Musik". Dort waren die Konditionen umstritten gewesen, zu denen die Stadt die sanierungsbedürftige Halle vom Landkreis übernimmt und an den Verein Phänomusica weitergibt, der das Musikzentrum einrichten möchte. Laut Ruoff hat sich der Landkreis jetzt bereit erklärt, auf eine endgültige Entscheidung bis September zu warten. Der Verein erwartet bis Juli eine Antwort auf seine beim Land gesellten Förderanträge.
Mit einer Genehmigung wäre die Finanzierung des Projekts größtenteils gesichert und Verein, Stadt und Landkreis könnten konkrete Vereinbarungen treffen.












