600 für Bildung und gegen Gesetz

LAUTSTARK Demonstration gegen geplantes Kinderförderungsgesetz
Die Demonstranten machten ihrem ... | Foto: hp

Hessens schwarz-gelbe Landesregierung möchte ab 2014 den Betrieb in hessischen Kindergärten mit einem neuen Kinderförderungsgesetz (KiföG) regeln. Dieses stößt allerdings schon im Entwurf auf harsche Kritik. Eltern und Erzieher sehen die Qualität der frühkindlichen Bildung in den Kindertageseinrichtungen bedroht (wir berichteten). am Samstag gab es daher für die heimische Region eine zentrale Kundgebung in Wetzlar.

Abgeordnete umstimmen

Unterstützt von der Dienstleistungsgewerkschaft ver.di, machten die Erwachsenen vielfältig deutlich: Wir kämpfen für die Kinder! Alle Kitas in der Region um Wetzlar waren aufgerufen. Viele der Betroffenen hatten sich auch an den Vorbereitungen beteiligt. Ob kirchlicher, freier oder kommunaler Träger - Vertreter aller Richtungen marschierten mit.

Auf den Transparenten waren Parolen wie "Kein Kind in die Hände von Amateuren", "Wir wollen nicht sinken wie die Titanic" oder "Wir Kinder haben Rechte - Recht auf Bildung" zu lesen. Vorneweg trugen einige Teilnehmer einen Sarg mit der Aufschrift "KiföG killt Bildung". Andere zogen Altpapiertonnen mit, in denen sie den Hessischen Bildungs- und Erziehungsplan sehen möchten.

Bei einer abschließenden Kundgebung auf dem Eisenmarkt sprachen Wetzlars Bürgermeister Manfred Wagner (SPD), Pfarrer Jörg Süß, Elternvertreterin Birsen Krüger und ver-di-Mann Julian Jaedicke.

"Mit dieser stattlichen Teilnehmerzahl ist dies die erste größere Demonstration in Hessen zu diesem Thema", so Gewerkschafter Jaedicke. "Wir werden am 25. Februar in Gießen und am 6. März in Marburg ebenfalls Kundgebungen haben, bevor wir am 9. April vor den Landtag ziehen", kündigte er am Rande der Wetzlarer Kundgebung an.

Zwei Tage vor der Entscheidung wird sich dann der Sozialausschuss des Hessischen Landtags ein letztes Mal in dieser Sache treffen - und der soll umgestimmt werden. "Wir müssen ein klares Zeichen setzen, bevor der Koalitionszwang eine Entscheidung herbeiführt", so Julian Jaedicke. Den Politikern müsse vermittelt werden: "Gut gedacht, doch schlecht gemacht - lasst es einfach sein!"

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Dokument erstellt am 16.02.2013 um 16:50:00 Uhr
Letzte Änderung am 17.02.2013 um 21:02:39 Uhr
Kommentare (1)
Meine Hochachtung für die Rede von Herrn Pfarrer Jörg Süß. Ein Trägervertreter der Kinder, Eltern und seine Erzieher im Blick hat.
Für mich in der heutigen Zeit eine wichtige christliche Haltung und Botschaft.
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