Chronologie: Kochs Jahre der Macht

7. Februar 1999: Unter ihrem neuen Vorsitzenden Roland Koch gewinnt die hessische CDU überraschend die Landtagswahl.

7. April 1999: Der Landtag wählt Roland Koch mit den Stimmen von CDU und FDP zum Ministerpräsidenten und Nachfolger von Hans Eichel (SPD).

14. Januar 2000: Ex-Bundesinnenminister Manfred Kanther gesteht, dass die Hessen-Union seit den 80er Jahren ein nicht deklariertes Millionen-Konto im Ausland unterhält. Vier Tage zuvor hatte Koch noch finanzielle Unregelmäßigkeiten bestritten.

3. März 2000: Das hessische Wahlprüfungsgericht beschließt, die Landtagswahl wegen der Schwarzgeldaffäre zu überprüfen. Ein Jahr später stellt es das Verfahren wieder ein.

12. Dezember 2002: Mit einem Judenstern-Vergleich löst Koch bundesweit einen Sturm der Entrüstung aus.

2. Februar 2003: Bei der Landtagswahl erringt die CDU die absolute Mehrheit der Mandate. Die FDP geht in die Opposition.

15. Mai 2003: Auf einem USA-Besuch trifft Koch als erster deutscher Politiker nach dem deutsch-amerikanischen Zerwürfnis wegen des Irak- Kriegs mit US-Präsident George W. Bush zusammen.

21. November 2006: Ein Untersuchungsausschuss des Landtags erforscht die Vorwürfe der Freien Wähler gegen Koch und die Hessen-CDU. Koch hatte den Wählergruppen Zuschüsse in Aussicht gestellt, dies aber von einem Verzicht auf eine Wahl-Teilnahme abhängig gemacht.

27. Januar 2008: Bei der Landtagswahl verliert die CDU 12 Prozentpunkte und damit ihre absolute Mehrheit. Mit 36,8 Prozent der Stimmen bleibt sie aber hauchdünn vor der SPD (36,7 Prozent). Deren Spitzenkandidatin Andrea Ypsilanti erklärt sich wegen ihrer Zugewinne zur Siegerin. Die Linke zieht mit 5,1 Prozent erstmals in den Wiesbadener Landtag ein.

4. März 2008: Ypsilanti kündigt Gespräche mit der Linken über die Duldung einer rot-grünen Minderheitsregierung an. Im Wahlkampf hatte sie noch jede Zusammenarbeit mit der Linkspartei ausgeschlossen. Drei Tage später lässt sie den Plan wegen des Widerstands der Darmstädter SPD-Abgeordneten Dagmar Metzger wieder fallen.

5. April 2008: Der neue Landtag konstituiert sich. Koch bleibt geschäftsführend im Amt.

3. November 2008: Einen Tag vor der geplanten Wahl Ypsilantis zur Ministerpräsidentin versagen ihr vier SPD-Landtagsabgeordnete wegen der geplanten Zusammenarbeit mit der Linkspartei die Gefolgschaft. Später löst sich der Landtag auf und macht den Weg zur Neuwahl frei.

18. Januar 2009: Mit Rekordergebnis ermöglicht die FDP (16,2 Prozent) bei der vorgezogenen Landtagswahl eine schwarz-gelbe Koalition. Die CDU kommt über ihr schwaches Abschneiden vom Vorjahr kaum hinaus.

5. Februar 2009: Der neue Landtag wählt Koch erneut zum Regierungschef. Er erhält aber nicht alle schwarz-gelben Stimmen.

Januar 2010: Ein Hagel von Kritik geht auf Koch nieder, als er eine Arbeitspflicht für Hartz-IV-Empfänger verlangt.

11. Mai 2010: Angesichts leerer Kassen fordert Koch Einsparungen auch bei der Bildung und der Kleinkindbetreuung. Doch Kanzlerin Angela Merkel erteilt Kochs Sparideen eine Absage.

25. Mai 2010: Koch erklärt seinen Rückzug aus der Politik. Der Schritt sei von langer Hand geplant gewesen, sagt er in Wiesbaden.


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