Der DSL-Ausbau in Dillenburg ist bald abgeschlossen

In einem ersten Schritt wurde eine Analyse und eine Machbarkeitsstudie in Auftrag gegeben. Die Machbarkeitsstudie wurde Anfang 2012 vorgestellt.

Nach entsprechenden Beschlüssen wurde unmittelbar mit der Umsetzung der Studie begonnen. Ziel war die Schaffung einer passiven Infrastruktur durch ein neues Glasfasernetz und der Betrieb des Netzes durch einen entsprechenden Dienstanbieter.

GESCHÄFTSPOLITIK GRUNDLEGEND VERÄNDERT

Im Rahmen eines Interessenbekundungsverfahrens hatte die Deutsche Telekom mitgeteilt, dass sie in den nächsten 36 Monaten nicht beabsichtigt, flächendeckend im Lahn-Dill-Kreis auszubauen. Diese Situation hat sich im Jahr 2013 grundlegend durch eine neue Geschäftspolitik verändert. Zum einen hat die Deutsche Telekom im Frühjahr 2013 ein Interesse am Ausbau des Lahn-Dill-Kreises bekundet und am 15.05.2013 in einer weiteren Marktabfrage mitgeteilt, dass sie die Stadt Wetzlar komplett und in 8 weiteren Städten und Gemeinden in Teilbereichen auf eigenen Invest ausbauen will. Dies hat den Business Case des Kommunalmodells nachdrücklich negativ beeinflusst. Aufgrund dessen haben sich der Landkreis und die Städte und Gemeinden im Sept. 2013 einem "Zuschussmodell" zugewandt.

Zur Umsetzung dieses Schrittes haben die Kommunen im letzten Quartal 2013 entsprechende Beschlüsse gefasst und den Kreisausschuss sowie die Magistrate und Gemeindevorstände beauftragt, eine entsprechende öffentlich rechtliche Vereinbarung auszuhandeln. Gleichzeitig wurde eine europaweite Ausschreibung zur Marktabfrage gestartet. Aufgrund dieser Ausschreibung haben sich zwei Unternehmen beworben. Diese wurden zur Abgabe eines indikativen Angebotes aufgefordert. Abgabefrist dafür war der 31.03.2014. Nach Prüfung und Bewertung sowie weiterer Bietergespräche erfolgte die Entscheidung über die Vergabe. Ein verbindliches Angebot lag lediglich von der Deutschen Telekom vor. Alle 21 Kommunalparlamente und der Kreistag haben sich für die Vergabe an die Deutsche Telekom ausgesprochen. Der erste Spatenstich erfolgte am 01.08.2014 im Beisein zahlreicher Ehrengäste in Bischoffen am Aartalsee.

Dies war der Startschuss für den Ausbau. Der Lahn-Dill-Kreis und die Kommunen geben hierfür über 8 Millionen Euro aus. Der Anteil der Stadt Dillenburg beträgt ca. 455.000 Euro.

PROJEKTUMSETZUNG IN ABSCHNITTEN

Das Projekt ist insgesamt in sieben unterschiedliche Bauabschnitte aufgeteilt.

Von den 600 auszubauenden Kabelverzweigerkästen (KVZ) baut die Deutsche Telekom 118 KVZ mit eigenen Investitionsmitteln aus. Damit verbleiben für den Landkreis als geförderter Ausbau insgesamt 482 KVZ.

Jeder Bauabschnitt unterteilt sich in folgende Phasen im Rahmen der Umsetzung:

• Planung von der Grobplanung zur Feinplanung mit Standortsicherung der Kabelverzweiger und Genehmigung der Trassenplanung

• Durchführung der Tiefbauarbeiten mit Verlegung der Leerrohre

• Bau der passiven Infrastruktur Einziehung der Glasfaser in die Leerrohre

• Bau der aktiven Technik mit dem Ausbau der KVZ

• Inbetriebnahme und Testphase

• Beginn der Vermarktung

WELCHE GESCHWINDIGKEITEN STEHEN BEREIT?

95 % des Landkreis werden von der Deutschen Telekom mit Geschwindigkeiten von mindestens 30 Mbit/s (Download) und 10 Mbit/s im Upload innerhalb von 30 Monaten ausgebaut. Für Gewerbekunden stehen 30 Mbit/s symmetrisch zur Verfügung.

Da das komplette Netz "vectoringfähig" ausgebaut wird, können in Zukunft sogar Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/s (Download) erreicht werden. Der Zeitpunkt einer Schaltung von "Vectoring" hängt derzeit von einer Genehmigung der EU in Brüssel ab.

WAS IST VECTORING?

Vectoring ist eine technologische Weiterentwicklung, bei der die Dämpfungsprobleme der Kupferleitungen der Hausanschlüsse vermindert werden.

Damit wird es möglich die Geschwindigkeiten im Download zu verdoppeln und im Upload zu vervierfachen.

DER AUSBAU IN DILLENBURG

Eibach, ein Teil der Kernstadt, Niederscheld und Oberscheld wurden im Abschnitt 5 ausgebaut und sind im September 2016 in Betrieb genommen worden. Hierzu fand am 20.09.2016 eine Inbetriebnahmeveranstaltung in der Glück-Auf-Halle in Oberscheld statt.

Der nördliche Teil der Kernstadt, Donsbach, Frohnhausen, Manderbach und Nanzenbach sind Bestandteil des Ausbauabschnittes 6 und werden Ende November in Betrieb genommen. Hierfür findet am Montag, dem 21.11.2016 ab 18:30 Uhr im Dorfgemeinschaftshaus Manderbach, Am breiten Weg, eine Inbetriebnahmeveranstaltung statt. Hierzu sind alle interessierten Dillenburgerinnen und Dillenburger eingeladen! Dort werden neben Mitgliedern der Steuerungsgruppe auch Mitarbeiter des Ausbaupartners Telekom und anderer Anbieter alle Fragen beantworten. In diesen Veranstaltungen können Sie sich über die folgenden Themen informieren:

• Ablauf der Inbetriebnahme

• Möglichkeit zum Anschluss an das neue Netz

• Produktportfolio der Deutschen Telekom

• Themen rund um die Vertragsumstellung (individuelle Beratung und Produktabschluss möglich)

Auch auf der aktuellen Internetseite lahn-dill-breitband.de finden Sie viele Informationen zum Projekt und dem Ausbaustatus.


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