
Ihre Spezialität: bissige Gesellschaftssatiren aus dem Kulturmilieu. Zuletzt brachte sie «Erzähl mir was vom Regen» in die Kinos, die satirisch gefärbte Geschichte einer Feministin, die Politikerin werden will. Heute feiert Agnès Jaoui ihren 48. Geburtstag.
Vor zwei Jahren gab Agnès Jaoui ihr Debüt als Sängerin und brachte das Album "Dans Mon Pays" heraus - was kan die Frau eigentlich nicht? Wer Agnès Jaoui, die Absolventin des Pariser Elitegymnasiums "Lycée Henri IV", lobt, darf iun den meisten Fällen von Jean-Pierre Bacri nicht schweigen. Der aus Algerien stammende Schauspieler ist seit 1987 Jaouis privater und beruflicher Partner. Die beiden arbeiten fast immer zusammen, und es funktioniert. Das Autorengespann, in Frankreich unter dem Label "Jabac" gekannt, heimste 1993 erste Lorbeeren ein für das ausgebuffte Drehbuch zu Alain Resnais' Doppelfilm "Smoking/No Smoking", dem die schöne Idee zugrunde liegt, man könnte sein Leben auch ganz anders leben.
Ihr Drehbuch wurde mit einem César ausgezeichnet, insgesamt heimste der Film fünf Césars ein. Die Zusammenarbeit mit Resnais fand 1997 eine noch erfolgreichere Fortsetzung mit der beschwingten Komödie "Das Leben ist ein Chanson", für die Jaoui/Bacri wiederum das Drehbuch schrieben - insgesamt gab es für den Film sieben Césars. Im Jahr 2000 führte Agnès Jaoui zum ersten Mal Regie. In der sanft satirischen Komödie "Lust auf anderes" spielt Jean-Pierre Bacri einen saturierten Fabrikbesitzer, der aus seinem Alltag ausbricht und sich in eine Theaterschauspielerin verliebt. Und wieder gab es Preise zuhauf für den in Frankreich mit 3,8 Millionen Zuschauern sehr populären Film: vier Césars, den Europäischen Filmpreis und eine Oscar-Nominierung in der Kategorie Bester Ausländischer Film. Vielleicht noch vielschichtiger geriet Agnès Jaoui 2004 ihre zweite Regiearbeit, die bissige Gesellschaftssatire "Schau mich an", in der sie selbst eine Gesangslehrerin spielt, die ihre Schülerin nie aufgibt, obwohl das schüchterne Mädchen furchtbar unter ihrem selbstgerechten Vater, einem berühmten Schriftsteller (gespielt von Jean-Pierre Bacri), leidet.
Der dpa-Kritiker lobte: "Agnès Jaoui demaskiert mit leichter Hand die opportunistischen Winkelzüge und Eifersüchteleien dieser selbstverliebten Clique, aber sie denunziert keine ihrer Figuren. Ihr satirisch zugespitzter, vor Esprit sprühender Blick auf den Pariser Kulturbetrieb kommt mit geschliffener Rhetorik und eleganter Boshaftigkeit daher. Die durchtriebene Musiklehrerin Sylvia (Jaoui) meint in einer Szene ganz offenherzig: "Nichts ist ein Drama". Das stimmt schon, aber jede Bemerkung oder Geste in diesem messerscharfen Film kann tödlich sein." Meisterwerke produziert man nicht am Fließband, auf Agnès Jaouis neuen Film darf man gespannt sein.
| NAME | BERUF | ALTER | GEBURTSDATUM | GEBURTSORT | GEBURTSLAND |
| HOLYFIELD, Evander | amerikanischer Profiboxer | 50 | 19.10.1962 | Atmore | USA |
| ZANKI, Edo | Sänger, Musiker und Produzent | 60 | 19.10.1952 | Zadar | Jugoslawien |
| HERFURTNER, Rudolf | deutscher Kinder- und Jugendbuchautor | 65 | 19.10.1947 | Wasserburg am Inn | Deutschland |







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