HIV-Test: Gewissheit nach sechs Wochen

Für Betroffene ist Wartezeit oft ein Alptraum

Wer fürchtet, sich infiziert zu haben, muss so lange warten, bis der Test eindeutig Entwarnung geben kann. Für Betroffene ist das oft eine nervenaufreibende Zeit.

"Es gibt im Prinzip nur zwei Strategien, damit umzugehen", sagt Michael Tappe von der Deutschen Aids-Hilfe. Die eine: "Augen zu und durch". Die andere: Sich mit der Situation auseinandersetzen. "Betroffene können sich bei einer professionellen Aids-Beratung Unterstützung suchen." Mit einer kompetenten Person darüber zu sprechen, helfe oftmals, klarer einzuschätzen, wie hoch das Risiko einer Infektion überhaupt ist. In vielen Fällen kann man eine HIV-Infektion schon früher nachweisen - etwa nach zwei bis vier Wochen. "Wer es also gar nicht aushält, kann sich schon früher testen lassen." Wirklich ausschließen lässt sich eine Infektion aber erst nach sechs Wochen.

Wer sexuellen Kontakt mit einer Person hatte, die sicher oder wahrscheinlich HIV-positiv und ansteckend ist, sollte allerdings keine Zeit verlieren. Denn der Arzt kann Betroffenen dann eine Postexpositionsprophylaxe (PEP) verabreichen. Die PEP-Behandlung dauert in der Regel vier Wochen und kann eine Infektion meistens noch verhindern. Idealerweise gehen Betroffene sofort zum Arzt, möglichst binnen 24 Stunden, aber nicht später als 48 Stunden nach dem Risikokontakt. "Eine PEP wird in der Regel nur verabreicht, wenn wahrscheinlich ist, dass der Sexualpartner HIV-positiv ist. (dpa/tmn)


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