HSG leckt ihre Wunden

Salzer: "Müssen aus Flensburg-Spiel lernen und wieder brennen"

Timo Salzer, Flensburg war für Sie und die HSG Wetzlar mal wieder keine Reise wert. Was ist in diesen 60 Minuten passiert?

Timo Salzer: Wir waren dem Gegner in allen Belangen unterlegen. Flensburg hat uns die Grenzen aufgezeigt. Das ist Fakt. Auf der anderen Seite müssen wir aus diesem Spiel lernen und die richtigen Schlussfolgerungen ziehen. Jeder muss sich behaupten. Jeder muss sich hinterfragen, warum er so gespielt hat. Wir haben doch schon gezeigt, dass wir es viel besser können.

Sie klingen tief enttäuscht. Weihnachten 2010 haben Sie sich sicher anders vorgestellt, oder?

Salzer: Natürlich gibt es Schöneres, als so den zweiten Weihnachtsfeiertag zu verbringen. Aber Handball ist unser Job. Und jeder von uns weiß, auf was er sich einlässt. Rund um Weihnachten wird eben gespielt, basta. Deshalb verstehe ich auch die Leute nicht, die sich darüber aufregen oder sich wundern, wann wir Handballer unserem Beruf nachgehen. Es gibt auch schöne Seiten für uns. Im Sommer sagen andere ja auch: Mensch, haben die es gut, die haben jetzt frei.

Apropos freie Tage: Im Januar kommt die von vielen herbeigesehnte Spielpause wegen der WM in Schweden. Davor heißt es aber nochmal richtig Gas geben gegen Großwallstadt. Wie schnell steckt die HSG denn die Klatsche von Flensburg weg?

Salzer: Wir werden jetzt unsere Wunden lecken und versuchen, den Kopf wieder freizubekommen. Wir werden uns kurz ausruhen und die Dinge, die am Sonntag oder auch schon am Mittwoch zuvor im Spiel bei der MT Melsungen schiefgelaufen sind, aufarbeiten. Ich habe mir speziell die zweite Halbzeit in Kassel ganz in Ruhe auf Video angesehen. Da haben wir in der entscheidenden Phase insgesamt zehn Würfe vergeben. Siebenmeter, freie Chancen und sechs Pfostentreffer, das ist bei so einem engen Ding zu viel. Gegen Großwallstadt muss jeder merken, ob Gegner oder Zuschauer, dass wir brennen. Wir müssen heiß rausgehen aufs Feld. Wenn wir das zeigen, was wir drauf haben, dann gibt es auch keine Zweifel. Dann gewinnen wir am Mittwoch. Es wäre enorm wichtig, mit einem Erfolgserlebnis in die Pause zu gehen. Dann hätten wir 13 Pluspunkte und ein bisschen mehr Ruhe im Kampf um den Klassenerhalt.


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