Hüttenberg will "Löwen" zähmen

Bergischer HC ist am Donnerstag zu Gast / "Besitzt stärksten und besten Kader"

Bleiben die Punkte wie schon im ersten Urteil des Bundessportgerichts des Deutschen Handball-Bundes (DHB) abgezogen, ist "jede weitere Niederlage für den BHC ein herber Rückschlag", wie Gorr sagt. Doch die "Löwen" blasen mit Vehemenz zur Aufholjagd, auch wenn der jüngste 34:32-Heimerfolg über den ThSV Eisenach nur mit dem nötigen Glück zustande kam. Sieben Siege in Folge bringen den "Ligakrösus" zurück ins Aufstiegsrennen. "Es ist unumstritten, dass der Bergische HC den stärksten und besten Kader besitzt. Jede Position ist gleichwertig doppelt besetzt. Was da aufläuft, ist beeindruckend", sieht der Hüttenberger Coach den Gegner aus personeller Sicht klar im Vorteil.

Jezewski ist wieder fit

Umso wichtiger für ihn, dass "wir im Vollbesitz unserer Kräfte sind". Denn auch Tomasz Jezewski, der bei der 20:25-Pleite beim HC Erlangen zwei Tage vor Heiligabend eine leichte Gehirnerschütterung erlitten hat, hat wieder Einsatzbereitschaft signalisiert. "Die Wehwehchen sind auskuriert", so Gorr, der nach zwei Tagen Pause am zweiten Weihnachtsfeiertag zu einer Krafteinheit bat. Seit Montag stehen der Handball und die Vorbereitung auf das Topspiel im Blickpunkt. "Wir haben die Niederlage von Erlangen abgehakt und fokussieren uns voll und ganz auf den Bergischen HC", betont der 32-Jährige. "Die erste Halbzeit in Erlangen war ganz schlecht. Wir haben gesehen, was wir ändern müssen und unsere Lehren aus dieser Niederlage gezogen."

Unvergessen ist die Vorsaison, als der TVH vor fast genau einem Jahr den "Löwen" mit 30:23 den Zahn zog und damit die Hoffnung auf einen Aufstiegsplatz schürte. Auch diesmal wäre ein Sieg ein großer Schritt auf dem Weg ganz nach vorn. Gorr spricht von "einer Riesensache, wenn wir dem BHC zum ersten Mal alle vier Punkte in einer Runde abknöpfen würden". Gewinnt Hüttenberg, gehört die Tabellenführung weiter ganz souverän den Blau-Weißen, auch wenn das DHB-Bundesgericht anders entscheiden sollte als die erste Instanz. Wie es gehen kann, zeigte der Spitzenreiter am zweiten Spieltag, als der TVH in der Bayer-Sporthalle Wuppertal knapp, aber verdient mit 30:29 die Oberhand im Duell mit den "Löwen" behielt.


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