Irmer will wieder in den Landtag

NOMINIERUNGSPARTEITAG Delegierte stimmen für Wetzlarer /Auch Reif ist Direktkandidat
Direkt- und Ersatzkandidat der ... | Foto: ew

Ersatzkandidaten sind Frank Steinraths (Wetzlar) und Alexander Beer (Erdbach). Irmer wurde am Freitag in Aßlar von 63 Delegierten aus den Stadt- und Gemeindeverbänden bei einer Gegenstimme gewählt. Der Oberstudienrat a. D. war Mitglied des Landtags 1990 und 1991, von 1993 bis 1995 und ist es seit 1998 bis heute. Reif, Versammlungsleiter und Stellvertreter Irmers im Kreisvorsitz, bezeichnete den 61-Jährigen als "Kraftpaket und Seele" der heimischen CDU mit großem Einfluss in der Landespolitik. Unermüdlich und motiviert sei er in politischen Dingen unterwegs, thematisiere Probleme und auch unbequeme Fragestellungen. Dies sei eine "Herkulesarbeit". Als langjähriger Vorsitzender der CDU-Kreistagsfraktion habe er sich, nicht zuletzt aufgrund seiner fundierten Reden, in denen er stets "den Nagel auf den Kopf trifft", Respekt auch beim politischen Gegner erworben.

Alexander Beer (links) und ... | Foto: ew

Irmer selbst sieht die Ergebnisse seiner Arbeit als Erfolge der Kreis-Union. Die Menschen im Kreis spürten und würdigten das Engagement der CDU-Funktionsträger in Städten und Gemeinden sowie in den Untergruppierungen des Kreisverbandes von der Jungen Union über die Frauen-Union bis hin zur Senioren-Union. Basis der Bürgernähe seien zudem die Bürgersprechstunden, die von mehreren tausend Menschen mit Problemen und Anliegen genutzt worden seien, und die seit 15 Jahren stattfindenden Vereinsgespräche.

"Kraftpaket und Seele der CDU"

"Hessen gehört zu den sichersten und wohlhabendsten Bundesländern - und das geht nur mit CDU und FDP", so Irmer. Er warnte vor der SPD - die laut ihres Vorsitzenden im Fall des Falles auch mit der "Linken" paktieren würde - und den Grünen in Regierungsverantwortung. "Das würde den Niedergang Hessens bedeuten", so Irmer. Für die Linke hatte er nur harte Worte parat. Mit "Feinden der Freiheit" dürfe man nicht koalieren, sie gehörten "mit Schimpf und Schande aus dem Landtag gejagt".

Im Herborner "Gutshof" wurde Clemens Reif von 78 Delegierten nominiert, zwölf stimmten gegen ihn. Kreisvorsitzender Hans-Jürgen Irmer bescheinigte Reif den Status eines "politischen Schwergewichts" mit einem "übergroßen Fundus an Erfahrung und Kompetenz". In Zeiten vieler Herausforderungen "brauchen wir seriöse und kompetente Gesprächspartner sowie Politiker mit Ecken und Kanten". Beides sei in Clemens Reif vereint.

Reif verwies auf die "Spitzenwerte der Wirtschafts- und Bildungspolitik" in Hessen, eine historisch hohe Zahl versicherungspflichtig beschäftigter Arbeitnehmer und eine historisch niedrige Arbeitslosenzahl im Land. Hessen sei als Arbeits- und Studienplatz begehrt bei Menschen aus anderen Bundesländern.

Reif beklagte ebenso wie Irmer die "exorbitant hohen" Zahlungen in den Länderfinanzausgleich. Hessen könne seinen Bürgern Dienstleistungen nicht bieten oder müsse für diese Schulden machen, während andere Bundesländer ihren Bürgern mit hessischem Geld Wohltaten verabreiche. 20 Milliarden Euro neue Schulden des Landes seit 1999 stehen 30 Milliarden gegenüber, die Hessen im gleichen Zeitraum in den Länderfinanzausgleiche gezahlt habe. "Das kann nicht so weitergehen." Reif befürwortete die von Hessen und Bayern angestrebte Klage vor dem Bundesverfassungsgericht.

Reif und Irmer kündigten einen harten, aber fairen Wahlkampf an, wobei es beiden Kandidaten nicht um die Plätze gehe: "Wir kämpfen um den Sieg und das Direktmandat."

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Dokument erstellt am 23.02.2013 um 20:53:00 Uhr
Letzte Änderung am 25.02.2013 um 08:55:41 Uhr
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