Koch - Mann der markanten Sätze

ZUR CDU-SPENDENAFFÄRE

"Ich kenne bis zum heutigen Tag keinen einzigen Vorgang außerhalb der offiziellen Buchhaltung der Christlich-Demokratischen Union."

(Am 10. Januar 2000 bei einem Sternsinger-Empfang auf Journalisten-Fragen nach Ungereimtheiten in der Finanzierung der hessischen CDU. Später musste Koch zugeben, dass er an diesem Tag schon Hinweise auf die Schwarzgeldaffäre hatte.)

"Die Generation, die zum Beispiel heute Abend hier sitzt, die hat die Verpflichtung, wenn es die CDU morgen noch geben soll (...) in der brutalstmöglichen Form aufzuklären (...)."

(Am 14. Januar 2000 in Hofheim bei der Bekanntgabe, dass die hessische CDU seit Ende 1983 eine mehrere Millionen Euro schwere schwarze Kasse in der Schweiz unterhalten hatte.)

"Kein Zweifel, die christlich-demokratische Union Deutschlands und die christlich-demokratische Union Hessens stehen vor Herausforderungen, die existenzielle Krisen werden können, wenn wir nicht gemeinsam aufpassen. Und ich denke, es hat keinen Sinn, das zu verheimlichen, zu verschweigen oder kleinzureden."

(Auf dem Landesparteitag der CDU am 19. Februar 2000 in Wiesbaden.)

"In dieser Sekunde des Konflikts, die Sache noch einmal kurze Zeit zurückzuhalten oder sofort damit zu beginnen, sie offen zu legen, habe ich mich falsch entschieden."

(Im Gespräch mit dem Journalisten Hugo Müller-Vogg zu der Tatsache, dass er noch am 10. Januar Unregelmäßigkeiten bestritten hatte, obwohl ihm bereits Hinweise vorlagen.)

IM WAHLKAMPF:

"Wir haben zu viele kriminelle junge Ausländer."

(Am 28. Dezember 2007 in einem Interview der "Bild"-Zeitung nach einem brutalen Überfall in der Münchner U-Bahn.)

"Wir müssen zur Kenntnis nehmen, dass es eine sehr aggressive Kriminalität einer sehr kleinen Gruppe von Menschen unter 14 Jahren gibt. (...) In Ausnahmefällen könnten Elemente des Jugendstrafrechts für diese Zielgruppe eingesetzt werden."

(Am 13. Januar 2008 in der "Bild"-Zeitung zum selben Thema.)

"Ein Satz in einem Interview hat SPD, Grünen und einigen Medien die Möglichkeit eröffnet, mit Blick auf die Kriminalität der unter Vierzehnjährigen zu behaupten, Koch wolle Kinder in Gefängnisse stecken. Die anschließende Diskussion hat mir nicht geholfen."

(Am 3. Februar 2008 in der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" zu den Gründen der schweren CDU-Verluste bei der Landtagswahl am 27. Januar 2008.)

ÜBER HESSISCHE VERHÄLTNISSE:

"Das waren ehrenwerte Leute, die ihren Beitrag zur demokratischen Kultur in der Bundesrepublik Deutschland geleistet haben."

(Am 13. Dezember 2008 über die vier Abweichler in der SPD, an denen der Regierungswechsel zu Rot-Grün gescheitert war.)

"Der Spuk ist vorbei, die hessischen Verhältnisse gibt es nicht mehr."

(Am 18. Januar 2009, dem Wahltag, zur Regierungsmehrheit für CDU/FDP in Hessen nach einem Jahr unklarer Mehrheiten.)

AUF DER POLITISCHEN BÜHNE:

"Das geht nicht! Nein, Herr Präsident, nein! (...) Das ist ja unglaublich! Das ist glatter Rechtsbruch! (...) Herr Präsident, unterbrechen Sie, damit wir das beraten! Das gibt es nicht! (...) Nein, ich mäßige mich nicht! (...) Da ist offensichtlich und gewollt das Recht gebrochen! Das geht nicht! (...) Sie manipulieren eine Entscheidung des Bundesrates! Was fällt Ihnen ein! (...) Herr Präsident, nein."

(Am 22. März 2002 im Bundesrat bei der Abstimmung über das Zuwanderungsgesetz der damaligen rot-grünen Bundesregierung. Kurz darauf erklärte der saarländische Ministerpräsident Peter Müller (CDU), dass die Empörung nicht spontan, sondern verabredet gewesen sei.)


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