
Ohne Eddie Vachon agiert der Vize-Meister von 2006 oft zu ideenlos
Ohne Runningback Eddie Vachon agierte der Deutsche Vize-Meister von 2006 in der Offensive oft ideenlos und offenbarte zudem in der Defensive eklatante Schwächen. "Unsere Passverteidigung hat mir nicht gefallen", so Bredendiek, dessen Team sich aber zunächst von seiner besten Seite präsentierte. Einen Touchdown-Pass von Quarterback Joachim Ullrich fing Rocky Ciasulli. Nachdem der wiedergenesene Peter Müller den anschließenden Zusatzkick zwischen die Torstangen gejagt hatte, stand es 7:0 für Marburg (5.).
Fortan schien es, als könne die Defensive der Gäste an die starken Auftritte gegen München und Stuttgart anknüpfen. "Das sah eigentlich ganz vielversprechend aus", meinte Bredendiek. Insbesondere der flinke Sean Cooper hatte die Sturdivant-Truppe gut im Griff. Trotzdem stockte den mitgereisten "Söldner"-Fans im ersten Abschnitt gleich zweimal der Atem. Zunächst wurde den Mannheimern umstritten ein Touchdown aberkannt, ehe sie ein Fieldgoal neben die Stangen jagten.
Im zweiten Viertel schlichen sich dann Unkonzentriertheiten in das Marburger Offensivspiel ein und der Aufsteiger gewann Oberwasser. Eine kurzen Lauf beendete der Ex-Marburger Danny Washington in der Endzone, den Zusatzkick verwandelte Nikolai Henn zum 7:7-Halbzeitstand (17.).
Nach dem Wechsel dominierten zunächst die Defensivreihen beider Teams, ehe Mannheim wie aus dem Nichts die Führung gelang. Ein langer Pass landete in den Armen des sträflich alleingelassenen Stephan Mertsching, der nur noch wenige Yards in die Marburger Endzone zurücklegen musste (32.). Für den Süddeutschen Meister von 2010 kam es aber noch dicker. Beim anschließenden Kickoff konnte Lennart Reich das "Ei" nicht unter Kontrolle bringen, so dass die Mannheimer erneut ihre Offensivreihe aufs Feld schicken durften. Fortan war es insbesondere Washington, der der Mercenaries-Defensive Probleme bereitete. Nach einigen kurzen Läufen des deutschen Nationalspielers sah es schon nach einem weiteren Touchdown der Bandits aus, ehe Matthew Shepherd mit einer Interception sein Team aus der brenzligen Situation befreite. Als der US-Amerikaner wenig später ausgeglichen hatte (13:13, 38.), schienen die Weichen wieder auf Sieg gestellt.
Doch dann wurde die Marburger Defensivreihe erneut auf dem falschen Fuß ertappt. Einen langen Pass fing Henn kurz vor der Marburger Endzone, die fehlenden Yards legte Cooper zum 19:13 für den Aufsteiger zurück (40.). Marburg ging durch Shepherd sieben Minuten vor dem Ende erneut in Führung. Die Freude währte aber nur ganze 47 Sekunden, ehe Mertsching den nächsten Mannheimer Touchdown erzielte. Nach einer geglückten Two-Point-Conversion stand es 27:20 für den Gastgeber.
Marburg zeigte sich kurzzeitig beeindruckt, doch dann demonstrierte wiederum der agile Shepherd seine Klasse und brachte die "Söldner" mit seinem dritten Touchdown zurück ins Spiel (27:27, 45.). Rückenwind gab das der Sturdivant-Truppe aber nicht. Erneut gestattete sie der Mannheimer Offensivreihe viel zu viele Freiräume, und als Mertsching eine Minute vor Schluss zum 34:27 vollstreckt hatte, machte sich Ernüchterung im Gäste-Lager breit. Die Unistädter konnten sich zwar noch einmal der Endzone der Gastgeber nähern, doch nachdem ein Touchdown-Pass von einem Mannheimer abgefangen worden war, war die Marburger Niederlage besiegelt.







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