Mit Video: 200 Helfer sind im Einsatz

Groß angelegte Übung der Rettungskräfte bei Reddehausen
Viele Medienvertreter verfolgen das  angenommene Szenario. In einem Waldstück bei Reddehausen ist dieser Gelenkbus umgek
Viele Medienvertreter verfolgen das angenommene Szenario. In einem Waldstück bei Reddehausen ist dieser Gelenkbus umgekippt. Schwerverletzte befinden sich noch im Fahrzeug. (Foto: Schmidt)
In dem Personenwagen ist der Fahrer eingeklemmt und muss befreit werden.  (Foto: Schmidt)
In dem Personenwagen ist der Fahrer eingeklemmt und muss befreit werden. (Foto: Schmidt)
Notärzte und Sanitäter kümmern sich die Opfer.  (Foto: Schmidt)
Notärzte und Sanitäter kümmern sich die Opfer. (Foto: Schmidt)
Auf der Trage werden die Opfer zum Behandlungsplatz für die Verletzten gebracht. (Foto: Schmidt)
Auf der Trage werden die Opfer zum Behandlungsplatz für die Verletzten gebracht. (Foto: Schmidt)
Wehrmänner holen die Verletzten vorsichtig aus dem umgekippten Bus. (Foto: Schmidt)
Wehrmänner holen die Verletzten vorsichtig aus dem umgekippten Bus. (Foto: Schmidt)
Vorsichtig holen die Helfer den verletzten Mann aus dem Autowrack. (Foto: Schmidt)
Vorsichtig holen die Helfer den verletzten Mann aus dem Autowrack. (Foto: Schmidt)
Ensetzen bei den Unverletzten über die Tragödie. Sie trotzdem versuchen zu helfen. (Foto: Schmidt)
Ensetzen bei den Unverletzten über die Tragödie. Sie trotzdem versuchen zu helfen. (Foto: Schmidt)
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Ausgearbeitet hatte das Szenario der Fachbereich Gefahrenabwehr während der vergangenen drei Monate. "Es handelt sich hier", so Pressesprecher Stephan Schienbein, "nicht um eine normale Katastrophenschutz-Übung. Vielmehr soll den beteiligten Kräften unter möglichst realistischen Bedingungen eine Übungsmöglichkeit geboten werden."

Großübung

Video: Dennis Weber

Schienbein legt, ebenso wie Kreisbrandinspektor Lars Schäfer, Wert auf die Feststellung, dass die Übung nicht abgesprochen war.

"Das Ganze läuft in Realzeit ab, es gibt keine festen Vorgaben. Daher wird am Anfang der Übung auch nur ein Rettungswagen alarmiert", so der Pressesprecher.

Und auch die Alarmierung ist real: "Ein Landwirt ruft an und meldet, dass er Lkw und Auto in das Waldstück hat fahren sehen - dann hat er einen lauten Knall gehört, und keines der Fahrzeuge kam wieder aus dem Wald heraus."

Lars Schäfer fügt hinzu: "Wir alarmieren so nach, wie es auch im normalen Tagesgeschäft passieren würde, und hoffen, dass es viele Einsatzkräfte unvorbereitet trifft. Nicht, um die Ehrenamtlichen zu ärgern - sondern um reale Bedingungen zu schaffen."

Und das ist gelungen: Als die ersten Retter vier Minuten nach der Alarmierung an die Einsatzstelle kommen und ihnen die leicht Verletzten panisch und um Hilfe schreiend entgegenlaufen, ist der erste Schreck groß.

Sukzessive wird weiter alarmiert. Und die Retter werden auch mit dem Unverständnis der "Opfer" konfrontiert: Als sie sich erst ein Bild von der Lage machen, werden sie förmlich überrannt.

"Hierher, schnell, helfen Sie mir" - "Sie müssen was für mich tun" - "Schnell, hierher, hier liegt mein Mann" - "Wa-rum hilft uns denn keiner" - aus allen Ecken kommen die Opfer, die vom Jugendrotkreuz täuschend echt präpariert wurden, gerannt.

Bilanz nach zwei Stunden: "Alles läuft rund, die 50 Verletzten sind versorgt"

Nach rund zwei Stunden zieht Stephan Schienbein ein erstes Fazit: Alles läuft rund. Und das, obwohl bereits etwa 150 Einsatzkräfte vor Ort sind um sich um die etwa 50 Verletzten kümmern.

Bis zum Ende der Übung werden rund 200 Retter vor Ort gewesen sein - vom Rettungsdienst über Feuerwehr, THW und Polizei bis hin zum Kriseninterventionsdienst, der sich um leicht Verletzte und Angehörige kümmerte.
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