Zwischendrin gab es für alle Zuschauer ein lautloses Hallo vom Gehörlosen-Sportverein. Mächtig ins Schwitzen kamen Stadtoberhaupt Klaus-Dieter Knierim und seien Frau Annelies dann beim Fitness-Studio Pelczer. Das Fliegerlied im Kreise von jungen sportlichen Damen tänzerisch zu begleiten, da machten die beiden natürlich mit und bewiesen eine enorme Kondition.

Überhaupt ist der Bürgermeister ein fitter. Beim Handball landete sein Wurf natürlich im kleinen Tor. Beim Basketball der Abteilungen des TV Gladenbach traf er zunächst den Kopf des HA-Redakteurs, der zweite Versuch landete im Korb. Zwischendrin hatte Knierim ein paar Sprünge beim Rope-Skipping absolviert.

Großen Applaus von den Ehrengästen gab es dann für die selbst ernannten Majestäten "Utche I., Königin der Herzen, und Axel I., Prinz der Schmerzen". Die beiden Geschäftsleute aus der Marktstraße ließen sogar hunderte handsignierter Autogrammkarten unter die Zuschauer verteilen.
Mit der bösen Königin bekam es Knierim auch noch zu tun. Der Frauenchor "TonArt" überreichte dem Stadtoberhaupt keine vergifteten Apfel, dafür aber ein paar kesse Sprüche. Einen "Hohlraum mit zehn Buchstaben" rollten die Marketender des Gewerbevereins durch Gladenbach. Die "Stadtkasse" war gemeint - und so verteilten die Wohlhabenden an die Armen, die Politiker, auf der Ehrentribüne denn auch trocken Brot.

Ein Küsschen und gelbe Rosen für Knierim hatte dagegen Kirschenkönigin Julia I. im Gepäck. Sie freute sich über den großen Zuspruch und den Jubel des Kirschenmarkt-Volkes.
Ein "Ah" und "Oh" ging durch die Reihen, als das Schuhhaus Schmidt im Outfit der Flower-Power-Zeit vorbei marschierte. Und auch die rollende Fahrzeugschau des Autohauses Hoch begeisterte die Besucher.
Politiker legen sich mächtig ins Zeug und ziehen den Karren des Gesangvereins
Politiker lassen sich zwar nicht vor jeden Karren spannen, den des Männergesangvereins aber zogen sie rund 50 Meter die Kreuzstraße hinauf. Dabei wurde das Lächeln auf den Gesichtern von Landrat Robert Fischbach, Stadtverordnetenvorsteher Hans-Hermann-Ulrich, Bürgermeister Knierim und Kreistagsvorsitzender Detlef Ruffert immer breiter, denn von hinten boten die kräftigen Sänger fleißig Unterstützung.
Ein neues Dienstfahrzeug begeisterte den Bürgermeister dann, als er erstmals Segway fuhr - und auch darauf eine gute Figur machte. Mit dem Prost der Mornshäuser Fußballer sowie der Abiturienten und dem prachtvollen Pferdegespann der Licher Brauerei endete der Zug zum 175. Kirschenmarkt.
Die Verlagerung der Ehrentribüne hatte sich jedenfalls gelohnt. Deutlich mehr Menschen konnten so die Darbietungen der Gruppen verfolgen, als dies am bisherigen Standort der Fall war.







Kommentare (0)














