Mit Video: Rettung aus der Luft

Gasballon bleibt an Funkmast bei Wiesenbach hängen
Michel Leblanc (links) und Denis Michel warteten im Gasballon drei Stunden auf Rettung. (Fotos: Meistrell)
Michel Leblanc (links) und Denis Michel warteten im Gasballon drei Stunden auf Rettung. (Fotos: Meistrell)
Die 30 Meter lange Leiter der Biedenkopfer Feuerwehr reichte nicht aus, um die zwei bei Breidenbach "gestrandeten? franz
Die 30 Meter lange Leiter der Biedenkopfer Feuerwehr reichte nicht aus, um die zwei bei Breidenbach "gestrandeten? französischen Ballonfahrer aus ihrem Korb zu retten. (Foto: Fritsch)
Der Moment, in dem der Ballon platzt: Die beiden Franzosen fahren gegen den Sendemast. (Foto: privat)
Der Moment, in dem der Ballon platzt: Die beiden Franzosen fahren gegen den Sendemast. (Foto: privat)
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Leiter der heimischen Feuerwehr ist zu kurz

Rettungseinsatz
Video: J. Fritsch

Die zunächst alarmierten Feuerwehren konnten nichts für die Männer tun. Die 30 Meter lange Drehleiter erwies sich als etwa acht Meter zu kurz, um die Männer zu erreichen.

Vor Ort waren im Laufe des Abends über 60 Einsatzkräfte der Feuerwehren aus Breidenbach und Biedenkopf und verschiedene Rettungsdienste, unter anderem Notärzte, die sich um die Männer in luftiger Höhe kümmerten, im Einsatz.

Ein Notarzt war im Korb der Drehleiter der Feuerwehr mit nach oben gefahren und hatte sich mit den Männern soweit verständigt, dass ihr Zustand als stabil gelten konnte.

Was dann folgte, waren Bemühungen, die Männer aus ihrem Gefängnis zu bergen. Das Geschehen wurde von Hunderten von Schaulustigen verfolgt, die das Ganze aus direkter Nähe, aber auch von den umliegenden Hügeln beobachteten.

Nach und nach wurden Einzelheiten bekannt. Bei den Männern handelt es sich um Franzosen, 42 und 60 Jahre alt. Nach über einer Stunde tauchten dann endlich auch die beiden Begleiterinnen mit dem Wagen auf.

Höhenretter sind zufällig im Landkreis unterwegs

Wie man den Korb, der rund acht Meter unterhalb der Spitze des Funkmastes hing, erreichen sollte, war zunächst unklar. Ein glücklicher Zufall kam den Rettungskräften zu Hilfe. Höhenretter aus dem Landkreis nahmen Sanstagnachmittag an einem Lehrgang der Werksfeuerwehr von Behring teil. Acht von ihnen waren innerhalb kürzester Zeit vor Ort. Sie erklommen den Funkmasten, an dem eine Leiter hinaufführt.


Hubschrauber der Polizei macht Bergung möglich

Schließlich wurde deutlich, dass eine Bergung nur per Hubschrauber möglich sein wird.

Als der Polizeihubschrauber am Ort des Geschehens eintraf, war die Dunkelheit schon im Anzug. Das nicht ganz ungefährliche Unterfangen wurde sorgfältig vorbereitet. Schließlich stieg der Hubschrauber wieder in die Höhe und per Seilwinde wurde ein Mann von oben in den Korb des Ballons herabgelassen. Er sicherte die Männer, und einer nach dem anderen wurde in den Hubschrauber gezogen. Der landete schließlichund die Männer fielen sich in die Arme.

Inzwischen steht fest, wie es zu dem Unfall kam. Laut Polizei  bekam der Ballon beim Versuch, zu landen, plötzlich Auftrieb und wurde gegen den Sendemast geschleudert. Die Ballonhülle wurde durch den Aufprall  zerstört, und der Korb verfing sich glücklicherweise mit den Ballonseilen im Sendemasten und stürzte nicht ab.



Mittlerweile ist klar, dass es sich bei dem Luftgefährt um einen Gasballon handelte - zunächst hieß es, ein  Heißluftballon sei verunglückt (siehe auch die Kommentare unten).

Die Rettung der beiden Franzosen im Korb erfolgte schließlich durch zwei Höhenretter der Berufsfeuerwehr aus Wiesbaden vom Hubschrauber aus. Der inzwischen am Mast gesicherte Ballonkorb wird in den kommenden Tagen geborgen.

(Video: Jörg Fritsch)


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