Die Abkühlung durch das nächtliche Gewitter tat gut, die Stimmung der einmarschierenden Burschen- und Männergesellschaften ist prächtig. Hauptmann Heiko Valentin nimmt die Meldungen der elf Männergesellschaften entgegen, bei den Burschen sammelt deren Hauptmann Florian Peuckert die Stärkemeldungen. 74 Führer und über 1350 Bürger und Burschen werden dann später an Oberst Albrecht Welz gemeldet. Zuvor aber hält Bürgermeister Joachim Thiemig seine Dankesrede. Sieben lange Jahre des schmerzhafte Wartens seien nun vorbei, erklärt er.

Stadtoberhaupt dankt den Bürgern für ihr besonderes Engagement
Man setze die wunderbare, seit über 300 Jahren bestehende Tradition jetzt fort. Er lobt das bürgerschaftliche Engagement, das die 300-jährige Tradition des Grenzgangs in besonders eindrucksvoller Weise fortbestehen lasse. Die Begeisterung sei in den letzten Monaten täglich gewachsen. Er schließt in seinen Dank aber auch die Mädchen und Frauen mit ein, die ihren Teil zum Gelingen dieses in Deutschland einzigartigen Heimatfestes beitragen. Er weist darauf hin, dass man mit dem Freischlagen der Grenze wegen des Sturms Kyrill deutlich mehr Arbeit hatte als in den Jahren zuvor. Sein dreifaches Hoch auf den Grenzgang bedenken die Bürger mit viel Applaus.

Und natürlich stimmen nach der Rede des Stadtoberhauptes alle in die Nationalhymne ein. Nicht fehlen in der offiziellen Zeremonie darf auch das Totengedenken mit Niederlegung des Kranzes am Ehrenmal.
Dann dürfen die Pferde auf den Marktplatz, und mit musikalischer Begleitung ziehen die Gesellschaften über die Kottenbachstraße zunächst durch die Altstadt, bevor es in Richtung Grenze geht. Über die Hainstraße geht es vorbei am Krankenhaus und Altenheim, wo viele Menschen den Grenzgängern zujubeln.
Weitere Berichte zum Biedenkopfer Grenzgang finden Sie im Hinterländer Anzeiger von Freitag, 17. August.







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