Mit Video: Willkommen in Alaska

Florian Hill berichtet von seiner Expedition (1)
Der Lahnauer Extrembergsteiger Florian Hill berichtet für uns von seiner Expedition zum Gilkey-Gletscher im 4000 Quadrat
Der Lahnauer Extrembergsteiger Florian Hill berichtet für uns von seiner Expedition zum Gilkey-Gletscher im 4000 Quadratkilometer großen Juneau-Eisfeld in Alaska. (Foto: Marcus Haid)
Der Lahnauer Extrembergsteiger Florian Hill berichtet für uns von seiner Expedition zum Gilkey-Gletscher im 4000 Quadrat
Der Lahnauer Extrembergsteiger Florian Hill berichtet für uns von seiner Expedition zum Gilkey-Gletscher im 4000 Quadratkilometer großen Juneau-Eisfeld in Alaska. (Foto: Marcus Haid)
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Ich bin ein Reisender, ein Suchender; das extreme Abenteuer ist für mich zu einer reflektierten Lebenskunst geworden!

Hill - Der Anfang

Juneau Airport, müde zerre ich mein Expeditionsgepäck vom Band, dann weiter durch die kleine Flughalle. Ein Grizzlybär ausgestopft hinter einer Glasvitrine, Souvenirläden und ein alter Seemann, der Gummistiefel trägt, prägen das Bild.

Hier in Alaska wartet niemand auf mich. Einzig und allein das Abenteuer breitet seine Arme aus und nimmt mich in Empfang.
Draußen vor dem Flughafen: Die Luft ist kühl, schmeckt sauber. Mit meinen Fußspitzen wippe ich auf einer Bordsteinkante auf und ab, bevor ich einen großen Schritt nach vorne mache.

Dieser Schritt bedeutet alles. Dieser Schritt ist wichtig, vielleicht wichtiger als alle anderen Schritte zuvor. Mit eben diesem ersten Schritt beginnt eine Reise von abertausend Schritten.

"Der Mensch ist zur Freiheit verurteilt", lautet die wohl bekannteste These des Philosophen Jean-Paul Sartre. Die anarchisch anmutende Welt der Berge, hier gibt es keine Regeln, keine Vorschriften. Der Mensch als Bergsteiger erschafft sich ein eigenes Regelwerk, lebt danach, scheitert daran. Aber wie frei sind wir Bergsteiger wirklich?

Ich fordere die Natur heraus, zwinge mich dazu mit ihr unmittelbar in Kontakt zu treten. Ich nenne es die authentische Konfrontation zwischen Mensch und Natur, zwischen dem ewigen Schüler Mensch und dem Meister. Paradox, bedenkt man, dass der Schüler versucht ein Schwert zu zücken, das ihm sein Meister zu führen gelehrt hat.


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