Mit Video: Zwei Scheunen in Uckersdorf brennen völlig aus

Wehr verhindert Schlimmes
Scheunenbrand in Herborn-Uckersdorf. (Foto: Fritsch)
Scheunenbrand in Herborn-Uckersdorf. (Foto: Fritsch)
Von allen Seiten bekämpften Feuerwehrleute den Brand. Nach einer halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Nach zwei
Von allen Seiten bekämpften Feuerwehrleute den Brand. Nach einer halben Stunde war das Feuer unter Kontrolle. Nach zwei weiteren Stunden war es endgültig aus. (Foto: Fritsch)
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Passanten hatten das Feuer in der Carlstraße des Herborner Stadtteils gegen 1.20 Uhr in der Nacht zu Freitag bemerkt und die Feuerwehr alarmiert. Zu der Zeit brannten beide Scheunen lichterloh. 

Die rasch eingetroffenen Feuerwehren bekämpften den Brand von mehreren Seiten. Vom Drehleiterfahrzeug der Herborner Wehr aus wurde er zusätzlich von oben in Schach gehalten. Die Gebäude, deren obere Teile aus einer Fachwerk-Holzkonstruktionen bestanden, boten dem Feuer allerdings so reichlich Nahrung, dass das Löschen der Trümmer eine längere Zeit in Anspruch nahm:  Nach einer halben Stunde war das Feuer zwar unter Kontrolle. Etwa zwei weitere Stunden dauerte es aber, bis der Brand gelöscht war.

Scheunenbrand in Uckersdorf

Insgesamt waren in der Nacht über 50 Feuerwehrleute im Einsatz.    Bis Freitagmorgen um 10 Uhr war eine Brandwacht abgestellt.
Der Sachschaden beläuft sich nach ersten Schätzungen auf rund  75 000 Euro. Ein vor der Scheune abgestellter, aber nicht zugelassener Audi hatte sich durch die Hitze entzündet und brannte völlig aus. Ein weiteres Fahrzeug, das in der nachträglich  eingebauten Garage stand, blieb unversehrt, da der Raum zum Dachboden hin eine neue Betondecke hatte. In der einen Scheune verbrannten außerdem Regale und anderes Material, das dem angrenzenden Lebensmittel-Markt gehört.

Brandexperten der Polizei halten Brandstiftung für möglich

Die zweite Scheuene war weitgehend leer. Günstig wirkte sich während der Löscharbeiten aus, dass es sich bei beiden Gebäuden um solide Fachwerkkonstruktionen handelte, die nicht umstürzten  und dadurch Menschen und Gebäude gefährdet hätten. "Das Gerippe steht jetzt noch", berichtete Herborns Stadtbrandinspektor Kai Reeh.

Wie die Polizei mitteilte, wurde durch das Feuer und beim Einsatz der Wehren niemand verletzt. Die Bewohner des direkt angrenzenden Wohnhauses hatten für die Dauer der Löscharbeiten  ihre Wohnung verlassen. Dieses Haus hatte übrigens vor etwa zehn Jahren ebenfalls schon einmal gebrannt, wie sich Anwohner erinnerten.

Weder Ursache noch Ausgangsort des Brandes sind bekannt. Brand-Sachverständige der Kriminalpolizei suchten am Freitag in den Trümmern nach Anhaltspunkten für die Brandursache.
Technische Defekte konnten die Kripo-Leute ausschließen. Deshalb  ist nicht auszuschließen, dass das Feuer absichtlich oder fahrlässig  gelegt worden ist.

Die Polizei bittet Zeugen, denen um und nach Mitternacht in der Carlstraße verdächtige Personen aufgefallen sein könnten, sich unter ✆ (02771) 9070 bei der Kriminalpolizei zu melden. 


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