Mit Videos: Mittelhessen will hoch hinaus

Ziel für 2020 in Wiesbaden vorgestellt: Stärkster Industriestandort in Deutschland
"Ich bin bekennender Gießener. Das sag ich auch, wenn ich in Wetzlar bin": Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wirbt
"Ich bin bekennender Gießener. Das sag ich auch, wenn ich in Wetzlar bin": Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) wirbt im hessischen Landtag dennoch für mehr Zusammengehörigkeitsgefühl in Mittelhessen. (Foto: Beuster)
 Lars Witteck
Lars Witteck
Will Werbung für seine Heimat machen: Sportler Fabian Hambüchen.   (Foto: Archiv)
Will Werbung für seine Heimat machen: Sportler Fabian Hambüchen. (Foto: Archiv)
Steckt Ziele für die Region hoch:  Ex-Regierungspräsident Wilfried Schmied.
Steckt Ziele für die Region hoch: Ex-Regierungspräsident Wilfried Schmied.
 Wolfram  Dette

Wolfram Dette. (Foto: Archiv)

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Ehrgeizige Ziele hat der Regionalmanagementverein formuliert, die er 200 Abgeordneten, Bürgermeistern und seinen Botschaftern im Foyer des Landtags vorstellt. Bis zum Jahr 2020 sollen die Ziele des Leitbilds (siehe Kasten unten) erreicht sein.

Stärkster Industriestandort in Deutschland soll Mittelhessen werden, fordert der Verein. Doch es gibt Hindernisse auf dem Weg. Noch weiß nicht jeder, wo Mittelhessen überhaupt liegt.


Volker Bouffier
Der Turner Fabian Hambüchen sagt im Gespräch mit dieser Zeitung, dass er oft auf Frankfurt verweist, wenn jemand auf einem internationalen Wettbewerb wissen will, wo er wohnt. Und dann geht es halt ein wenig nach Norden.

Wolfram Dette

Es sind sympathische Persönlichkeiten wie Hambüchen, - der die Wetzlarer Altstadt als Lieblingsort nennt - die als Botschafter dafür sorgen sollen, dass solche Wegbeschreibungen in Zukunft unnötig werden.


Fabian Hambüchen

Wetzlars Oberbürgermeister Wolfram Dette (Foto/FDP) nennt die vorgestellten Ziele zwar ehrgeizig, aber realistisch.

"Stärkster Industriestandort, das ist natürlich auf die Einwohnerzahl zu sehen". Aber in Relation stehe Mittelhessen gut da - und könne noch mehr. Dette hatte so im Verein "MitteHessen" die Entwicklung des Leitbildes angeregt und vorangetrieben.


Seit 2009 wurde daran gearbeitet.

Der Vorsitzende des Vereins MitteHessen, der ehemalige Regierungspräsident Wilfried Schmied (CDU), sagt aber in Wiesbaden, dass sein Verein alleine den Erfolg nicht bringen kann.

"Wir brauchen alle, die Mitglieder, Botschafter, Institutionen und Menschen in der Region, die uns helfen, bis 2020 möglichst viele Haken an das Leitbild zu machen, an Punkte, die wir erledigt haben. Und ich bin sicher, wir schaffen das".


Keinen Zweifel daran lässt Ministerpräsident Volker Bouffier (CDU) aufkommen. "Mittelhessen ist meine Heimat, und die habe ich immer hochgehalten", sagt der Regierungschef dieser Zeitung.

Die Region sei zwar nicht historisch gewachsen - aber dafür mittlerweile zusammengewachsen. Selbstbewusst wirbt er für aggressivere Eigenwerbung der Region. "Man muss trommeln", fordert Bouffier. Die Region sei in vielen Feldern führend, aber viele Menschen würden die Vorzüge noch nicht kennen.

Bouffier nennt die schöne Landschaft, zentrale Lage, starke Wirtschaft und bezahlbare Grundstücke als Gründe, die für Mittelhessen sprechen.

Regierungschef Volker Bouffier fordert ein Umdenken in den Kommunen

Damit Mittelhessen vorankommt, fordert Bouffier allerdings ein anderes Denken in den Kommunen. "Was habe ich davon? Diese Frage müssen wir überwinden", sagt Bouffier.

Die Umsetzung der Ziele wird demnächst der Gießener Regierungspräsident Lars Witteck für MitteHessen verantworten. Er folgt Schmied turnusgemäß ins Amt des Vorsitzenden des Vereins.


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