Mit Videos: TV Hüttenberg triumphiert gegen Hildesheim

TVH spielt Mitaufsteiger in der zweiten Hälfte an die Wand
 Sebastian Weber (r.) vom TV Hüttenberg entwischt am Kreis  dem Hildesheimer Morten Slundt.(Foto: Rehor)
Sebastian Weber (r.) vom TV Hüttenberg entwischt am Kreis dem Hildesheimer Morten Slundt.(Foto: Rehor)
Feiert mit dem TV Hüttenberg den ersten Saisonsieg: Keeper Matthias Ritschel  (r.) , hier gegen  den Hildesheimer Michae
Feiert mit dem TV Hüttenberg den ersten Saisonsieg: Keeper Matthias Ritschel (r.) , hier gegen den Hildesheimer Michael Jahns.
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Die Blau-Weißen verloren nach ordentlichem Start zusehends den Faden. Hildesheim dagegen nutzte konsequent und überlegt Chance für Chance und zog mit Klockmanns Rückendeckung auf 9:3 davon, ehe die Partie richtig begonnen hatte. Vor allem die agilen Slundt und Bostjan Hribar ließen sich von der TVH-Deckung nicht einfangen.

Pressekonferenz

Das Publikum hatte seine Lieblinge aber noch nicht aufgegeben. Mit einem Pfeifkonzert quittierten die Hüttenberger Anhänger unter den 1450 Zuschauern eine umstrittene Entscheidung der Stuttgarter Schiedsrichter Andreas und Marcus Pritschow gegen Florian Laudt, der das angebliche Stürmerfoul ungläubig mit einer fragenden Geste kommentierte. Nicht verkneifen konnte sich auch Sebastian Roth eine ausgiebige Jubelszene vor dem Gäste-Fanblock, nachdem er soeben das 6:10 gegen seinen Ex-Verein erzielt hatte.

Putera bringt den Mitaufsteiger in der zweiten Halbzeit zur Verzweiflung

Klockmann stand aber weiterhin einer zügigeren Aufholjagd im Wege: Gegen Laudt, der im ersten Heimspiel nach seiner Muskelverletzung in der Schulter auch sein Offensiv-Comeback feierte, und gegen Florian Billek wehrte der Hildesheimer Torwart in der 25. Minute gleich zwei dicke Chancen ab.

Doch Jan Gorr brachte nun Timm Schneider, der die Nerven seines Trainers mit zwei Toren in Serie zum 11:13 kurzzeitig beruhigte. Sekunden später erreichte der Puls der Hüttenberger aber wieder einen neuen Höchststand, weil die Unparteiischen Schneider eine ungerechtfertigte Zeitstrafe aufbrummten, so dass Hildesheim drei Tore Vorsprung in die Halbzeit rettete.

Die waren schneller dahin, als die Gäste schauen konnten. Bleibenden Eindruck beim Mitaufsteiger hinterließ Milos Putera, der zwei Siebenmeter von Michael Jahns innerhalb weniger Sekunden entschärfte.

Auf der anderen Seite blieb Gerlich gelassener als Jahns: Sein erfolgreicher Versuch vom Strich aus Minute 34 bedeutete den 15:15-Ausgleich. Jetzt rollte der Verkehr nur noch in eine Richtung.

Auf der einen Seite war spätestens bei Putera Endstation, vorne drückten in dieser Phase vor allem "Andi" Scholz und "Flo" Billek auf die Tube. "Wie wir in der ersten Hälfte teilweise vorgeführt wurden, hat uns sehr weh getan. Dann haben wir aber ein Feuerwerk abgebrannt", sagte Konterspezialist Billek. Für Gästespieler Morten Slundt war es "nicht der richtige Wille und eine schwache Abwehr", die sein Team auf die Verliererstraße gebracht hatte.

Gästecoach Volker Mudrow musste bis zur 42. Minute warten, ehe Hribar mit dem 16:20 den ersten Hildesheimer Torerfolg der zweiten Hälfte verzeichnete. Das reichte aber nicht mehr, da Putera Gefallen gefunden hatte in seiner Rolle als Chancenvernichter. Nicht nur bei seiner Glanzparade gegen den völlig frei vor ihm auftauchenden Norman Flödl (47.) avancierte er zum Matchwinner, bevor es aus den Lautsprechern dröhnte, was ganz Hüttenberg aus dem Herzen sprach: "Heute ist so ein schöner Tag!" "An dieses Gefühl könnte man sich gewöhnen", jubelte Sebastian Weber.

Hüttenberg: Ritschel, Putera (ab 24.) - Gerlich (3/1), Andreas Lex (2), Laudt (2), Weber (2), Stefan Lex, Scholz (3), Schneider (7), Billek (7), Roth (1), Pausch, Stock (2), Ludwig.

Hildesheim: Klockmann, Schulz (ab 42.) - Nikolov, Slundt (8), Hribar (10/2), Qvist (1), Jahns (2/2), Flödl (1), Stojanovic, Ivakno (1), von Hermanni, Eichenberger, Schiech.

Schiedsrichter: Pritschow/ Pritschow (Stuttgart) - Zuschauer: 1450 - Zeitstrafen: Hüttenberg drei (Schneider drei/rote Karte 60.), Hildesheim drei (Ivakno zwei, Flödl) - verworfene Siebenmeter: Jahns (Hildesheim) scheitert an Putera (32.), Jahns (Hildesheim) scheitert an Putera (33.), Gerlich (Hüttenberg) trifft den Pfosten (48.).


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