RSV Lahn-Dill will den Pott nicht hergeben

Final Four um den deutschen Rollstuhlbasketball-Pokal steigt am Samstag und Sonntag in Frankfurt
Wollen erneut jubeln: RSV-Kapitän Joey Johnson (r.) und  Michael Paye nach dem Finalerfolg über Zwickau. (Foto: Joneck)
Wollen erneut jubeln: RSV-Kapitän Joey Johnson (r.) und Michael Paye nach dem Finalerfolg über Zwickau. (Foto: Joneck) Foto: mittelhessen.de

Die Rollis aus Wetzlar wollen in Frankfurt nicht nur den Vorjahreserfolg wiederholen. Mit dem achten Triumph würde das Team von Trainer Nicolai Zeltinger mit dem bisherigen Rekord-Cupgewinner USC München gleichziehen. Das ist das erklärte Ziel.

Zwickau erneut der große Rivale

Die großen Favoriten kommen aus Wetzlar und Zwickau. Beide Vereine dominieren seit nunmehr fast einem Jahrzehnt das Geschehen in der deutschen Rolli-Szene und haben dabei eine lange gemeinsame Pokaltradition. Bereits fünfmal standen sich die beiden Erzrivalen in einem Finale gegenüber. Das bisher dramatischste Endspiel der Pokalgeschichte fand an exakt gleicher Stätte statt, in der nun am kommenden Wochenende der Sieger 2011 gesucht wird. 2008 lieferten sich die Kontrahenten in Frankfurt einen Pokalfight der Sonderklasse, der erst drei Sekunden vor Ende der Verlängerung durch Zwickaus Rostislav Pohlmann mit 85:84 seine Entscheidung fand. 2009 und 2010 revanchierten sich die Domstädter mit zwei Pokalerfolgen in der "Höhle des Löwen" in Zwickau eindrucksvoll. Nun wollen sie den "Hattrick" vollenden.

Zuvor waren bereits 2002 und 2006 die Teams ins deutschen Pokalfinale eingezogen, beide Male hieß der Sieger nach einem 63:56 in Wetzlar und einem 101:55 in Bayreuth RSV Lahn-Dill.

Vor dem erhofften Traumfinale gegen Zwickau muss die ganze Konzentration des Teams um Kapitän Joey Johnson aber zunächst auf dem Match gegen Frankfurt liegen.

Zeltinger warnt vor Gastgebern

RSV-Trainer Nicolai Zeltinger warnt eindringlich davor, die Gastgeber auf die leichte Schulter zu nehmen. "Die Duelle mit dem sehr athletischen Spielerkader der Skywheelers waren in der Vergangenheit zumindest bis zur Pause immer hart umkämpft. Wir müssen bereit sein, den Fight anzunehmen, die richtigen Antworten zu finden und das Spiel möglichst schnell unter Kontrolle zu bekommen", erklärt der 39-Jährige. Die Marschroute ist für Zeltinger klar: "Erst müssen wir Frankfurt schlagen und dann denken wir über das Endspiel nach."

Aber auch der vermeintlich härteste Konkurrent aus Zwickau steht trotz seiner Favoritenrolle noch lange nicht automatisch im Endspiel. Denn der USC München ist nicht nur für die Sachsen ein unangenehmer Rivale. Fahrerisch traditionell eine der Topmannschaften der Liga, lagen die Bayern lange Zeit in der Bundesliga auf Playoff-Kurs, ehe sie am Ende im entscheidenden Match in Köln ersatzgeschwächt den Kürzeren zogen.

Immerhin hat sich der USC aber mit Siegen über die beiden Erstligakonkurrenten Roller Bulls St. Vith und Jena Caputs den Weg ins Final Four gebahnt und darf daher von einem Überraschungscoup träumen.


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