Reaktionen auf den Rücktritt von Horst Köhler

"Ich bedauere diesen Rücktritt aufs Allerhärteste (...). Ich glaube, dass die Menschen in Deutschland sehr traurig sein werden über den Rücktritt, denn Horst Köhler war ein Präsident der Menschen, der Bürgerinnen und Bürger in Deutschland. Ich habe mit Horst Köhler als Bundespräsident immer sehr, sehr gut zusammengearbeitet." (Angela Merkel, Bundeskanzlerin und CDU-Chefin)

"Horst Köhler war kein bequemer Bundespräsident, und das wollte er erklärtermaßen auch nicht sein. (...) Dieser Schritt ist nur erklärbar, wenn man sieht, wie stark ausgerechnet diejenigen, die Horst Köhler gewählt haben, ihm die Unterstützung entzogen haben." (Sigmar Gabriel, SPD-Vorsitzender)

"Der Herr Bundespräsident hat mich heute Mittag über seine Rücktrittsentscheidung informiert. Ich habe in diesem Telefongespräch versucht, ihn umzustimmen. Der Bundespräsident hat sich aber so entschieden. Ich bedauere diese Entscheidung aus vollem Herzen. Aber wir haben sie natürlich auch zu respektieren." (Guido Westerwelle, Vizekanzler, Außenminister und FDP-Chef)

"Mit seiner Amtsausübung blieb er seinem Grundsatz treu, im Interesse des Landes notfalls unbequem zu sein. Dabei waren seine Mahnungen stets auch Ansporn für unsere Gesellschaft, Probleme beherzt anzugehen." (Hermann Gröhe, CDU-Generalsekretär)

"Wenn der Rücktritt des Bundespräsidenten dazu führt, dass unsere Außenpolitik friedlicher wird, dann war das vielleicht ein gutes Signal." (Gesine Lötzsch, Parteivorsitzende Die Linke)

"Union und FDP haben die Wahl des Bundespräsidenten damals politisiert. Er wurde als Vorbote für die schwarz-gelbe Regierung gesehen. Nun ist das ein Symbol für den Niedergang von Schwarz-Gelb." (Cem Özdemir und Claudia Roth, Grünen-Bundesvorsitzende)

"Er hat sich die Sympathien der Bürger in Deutschland und hohe Anerkennung im Ausland erworben." (Horst Seehofer, bayrischer Ministerpräsident und CSU-Chef)

"Die Angriffe und Attacken waren kein Grund zurückzutreten. Ich finde es noch immer unfassbar." (Stefan Mappus, baden-württembergischer Ministerpräsident)

"Jeder muss jetzt seinen Beitrag leisten, dass wir diese schwierige Situation meistern." (Jürgen Rüttgers, nordrhein-westfälischer Ministerpräsident und CDU- Landesvorsitzender)

"Wir alle sind Horst Köhler zum Dank für seine Arbeit verpflichtet. Bei seinen Besuchen im Land war immer wieder zu spüren, wie viel Sympathie ihm die Menschen entgegenbrachten." (Roland Koch, Hessens scheidender Ministerpräsident)

"Nun ist es an der Zeit, dass jemand, der die Sorgen und Nöte der Menschen fest im Blick hat, wie zum Beispiel Margot Käßmann, dieses Amt ausfüllt." (Olaf Lies, neuer niedersächsischer SPD-Vorsitzender)

"Man kann Respekt vor einem Amt auch vermissen lassen, indem man es wegwirft." (Tarek Al-Wazir, Fraktionschef der Grünen im Hessischen Landtag)

"Ich bedauere sehr, dass uns in Bundespräsident Horst Köhler eine Person mit hohem Vorbildcharakter, allgemeiner Anerkennung in der Öffentlichkeit und einem besonderen Interesse für die christlichen Kirchen in unserem Land verlässt. Persönlich empfinde ich seinen Rücktritt als herben Verlust." (Robert Zollitsch, Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz)

"Seine politische Verantwortung für das Wohl aller Menschen in unserem Land und weltweit hat er aus seinem christlichen Glauben heraus wahrgenommen." (Nikolaus Schneider, Ratsvorsitzender der Evangelischen Kirche in Deutschland)

"Herr Köhler ist stets ein großer Freund des Sports gewesen, für den er sich immer wieder eingesetzt hat. Wir verdanken Horst Köhler große Unterstützung und viele wertvolle Anregungen, die er dem DOSB- Präsidium bei unseren jährlichen Treffen gegeben hat." (Thomas Bach, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes DOSB)

"Wegen so einer Lappalie sollte ein Bundespräsident nicht zurücktreten. Man muss das Kind auch beim Namen nennen und bei dieser Meinung bleiben, ohne gleich beleidigt den Schwanz einzuziehen." (Gerhard Luchner, 56-jähriger Tourist aus Freiburg, vor dem Berliner Reichstag)


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