Rom ist erobert!

RSV Lahn-Dill gewinnt die Champions League zum vierten Mal

"Wir waren dran, denn wir waren schlicht und ergreifend die beste Mannschaft des Turniers", freute sich Zeltinger über den fünften Sieg im fünften Match des Wochenendes, der seinem Team zugleich das begehrte Triple aus Meisterschaft, Pokal und Champions League bescherte.

Dirk Köhler, der ebenso wie Kapitän Joey Johnson bei allen vier Erfolgen das Wetzlarer Trikot tragen durfte, war "einfach nur überwältigt von der Stimmung, die unsere Anhänger gemacht haben." Und Patricia Cisneros verbarg ihr tränenüberströmtes Gesicht im großen Siegerpokal: "Ich kann es nicht fassen. Das ist wahrscheinlich der sportlich größte Moment in meinem Leben."

Vor 400 Besuchern, davon rund ein Viertel aus Mittelhessen, war die Partie gegen die Römer, die in der Vorrunde bei der 56:57-Niederlage gegen den RSV erst eine Sekunden vor Schluss durch einen Korb von Joey Johnson bezwungen wurden, schon kurz nach der Pause entschieden. Als Dirk Köhler zum 39:26 (24.) traf und Patricia Cisneros nur 100 Sekunden später das 44:28 markierte, ließen der später überraschend zum "MVP", zum wichtigsten Spieler des Turniers gewählte Matteo Cavagnini und seine Mitstreiter die Köpfe hängen. "Offense wins games, defense wins championships" ("der Angriff gewinnt Spiele, die Abwehr gewinnt Meisterschaften"), wusste Roms Coach Carlo di Giusti um die defensiven Stärken des RSV Lahn-Dill, der in der zweiten Halbzeit Center Alberto Pellegrini und den französischen Scharfschützen Sofyane Mehiaoui kaum noch zur Geltung kommen ließ, vorne aber besonders durch den schnellen Michael Paye und den klugen Richard Peter, die beide zusammen mit Joey Johnson ins All-Star-Team gewählt wurden, zu einfachen Punkten kam.

Eine Minute und neun Sekunden vor Schluss nahm Zeltinger seine erste Fünf vom Feld, was ihm Jan Kampmann schließlich mit dem 66:42-Siegkorb dankte. "Ich bin so unendlich froh, dass ich nochmal kurz mitmachen durfte", freute sich Kampmann. Und Thomas Gundert, der am Morgen noch mit starker Migräne im Bett gelegen hatte und erst während des Spiels in der Halle erschienen war, gab mit bebender Stimme zu: "Das war für mich heute das Größte."

Lahn-Dill: Peter (22), Paye (17), Köhler (13), Johnson (8), Cisneros (4), Kampmann (2), Gundert, Schell, Schünemann, Zwerger.

Rom: Pellegrini (17), Mehiaoui (8/1 Dreier), Cavagnini (7), Cherubini (2), Rossetti (2), Sanna Ali (6), Airoldi, Cerracchi, Caiazzo, Saba, Stupenengo.


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