Runder Tisch gegen Missbrauch nimmt Arbeit auf

Der Runde Tisch wird von den Ministerinnen Kristina Schröder (CDU, Familie), Annette Schavan (CDU, Bildung) und Sabine Leutheusser-Schnarrenberger (FDP, Justiz) geleitet. Hinzu kommen weitere Politiker, Juristen, Mediziner, Psychologen sowie Vertreter von Kirchen, Internaten, Sportvereinen und Lehrerorganisationen.

Familienministerin Schröder sagte, es gehe darum, das Geschehene aufzuarbeiten und alles zu tun, damit sexueller Missbrauch von Kindern in Zukunft so "unmöglich wie möglich" sei. Justizministerin Leutheusser-Schnarrenberger sagte: "Es ist eine sehr große Aufgabe, die wir uns vorgenommen haben, die aber nur zusammen mit vielen anderen Akteuren aus unserer Gesellschaft bewältigt werden kann." Im Zentrum werde dabei auch die Frage stehen, wie das Leid der Betroffenen anerkannt werden könne. Bildungsministerin Schavan sagte: "Das oberste Ziel muss sein: den Opfern gerecht werden und für die Zukunft Vorsorge und Vorbeugung deutlich zu verbessern."

Die Bundesregierung hatte den Runden Tisch als Reaktion auf die vielen bekanntgewordenen Missbrauchsfälle in kirchlichen und anderen Einrichtungen beschlossen. Zu dem Gremium sollen zwei Arbeitsgruppen gehören. Eine will sich mit Fragen der Prävention, Intervention und Information beschäftigen, die andere mit rechtspolitischen Folgerungen. Dabei geht es auch um die Anerkennung der Leiden der Opfer und daraus folgende Entschädigungsansprüche.

Familienministerium zum Runden Tisch: http://dpaq.de/g5GAq


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