Die Mercenaries begannen die Partie druckvoll. Zwar mussten sich die "Söldner" bei ihrem ersten Spielzug mit einem Befreiungsschlag vom Angriffsrecht trennen. Doch danach zeigte sich die Marburger Defensive von ihrer besten Seite, brachte Kiels Quarterback Jeff Welsh zu Fall (3.). Dank eines starken Passspiels erzielten die "Söldner" auf der Gegenseite Raumgewinne, so dass Basti Nau nach einem kurzen Pass von Quarterback Joachim Ullrich per Touchdown zur Marburger Führung vollstreckte (10.). Den Zusatzkick verwandelte Peter Müller zum 7:0. Auch danach hatten die Kieler Probleme, sich gegen die bissige Marburger Abwehr Yards zu erarbeiten. Erst nach einer Unaufmerksamkeit wurde Wide Receiver Damien Linson von Welsh mustergültig bedient und sorgte für den ersten Touchdown der Gäste. Den Zusatzkick verwandelte, wie drei weitere, Julian Dohrendorf zum 7:7 (13.).
Marburg zeigte sich aber nur kurz beeindruckt. Nachdem die Kieler Defensive beinahe einen langen Pass von "Jo" Ullrich abgefangen hatte, brachten die Gastgeber ihr Passspiel zur Geltung, besonders in Brandon Langston und Filip Pawelka fand der deutsche Nationalmannschafts-Quarterback sichere Passabnehmer. Folglich war es wenig verwunderlich, dass sich Florian Baumbuch zum zweiten Marburger Touchdown in die Kieler Endzone tankte (13:7, 15.). Im darauffolgenden Drive der Kieler sicherte sich Marburg mit einem "Quarterback-Sack" im vierten Versuch das erneute Angriffsrecht, doch nach einer gescheiterten Ballübergabe musste der Süd-Erstligist dieses gleich wieder abgeben.
Kurz vor dem Wechsel gehen die "Canes" erstmals in Führung
Nachdem Kiels Wide Receiver Timo Gross nach Zuspiel von Welsh per Touchdown vollendet hatte, gingen die Gäste erstmals in Führung (13:14, 21.). Kurz vor Ende des zweiten Viertels hätten die Ostseestädter nachlegen können. Doch nachdem ein langer Touchdown-Pass von Quarterback Welsh abgeblockt worden war, scheiterten die Gäste beim Versuch eines Fieldgoals (24.).
Nach der Pause erhöhten die "Canes" den Druck. Besonders der britische EM-Teilnehmer und Runningback Jermaine Allen sorgte für größere Raumgewinne, folgerichtig baute erneut Damien Linson die Gästeführung auf 21:13 aus (30.). Doch Marburg gab sich noch nicht geschlagen. Insbesondere der agile Danny Washington brachte die Kieler Defensive in Verlegenheit und verkürzte schließlich auf 19:21 (34.), nachdem er aus einem Yard Entfernung spektakulär in die Kieler Endzone gehechtet war.
Mit einem anschließenden Versuch einer Two-Point-Conversion waren die "Söldner" nicht erfolgreich und als wenig später wiederum der sträflich allein gelassene Timo Groß nach einem 15-Yard-Pass von Welsh auf 28:19 erhöhte (35.), machte sich Ernüchterung unter den Marburger Anhängern breit. "Kiel war heute die etwas clevere Mannschaft. Sie haben uns müde gespielt und letztlich auch verdient gewonnen", resümierte Marburgs Vize-Präsident Arik Bredendiek. Filip Pawelka zeigte sich nach dem Match keineswegs niedergeschlagen: "Gegen so eine starke Mannschaft wie Kiel kann man verlieren, das ist absolut kein Beinbruch. Jetzt müssen wir nach vorne schauen, weiter an uns arbeiten, damit wir als süddeutscher Meister in die Playoffs gehen."






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