Versammlung des Abwasserverbandes Mittlere Dill

Der Haushalt für das Jahr 2017 wird verabschiedet

Bei Gesamterträgen von 6.296.850 Euro und Gesamtaufwendungen von 6.027.000 Euro weist der Ergebnishaushalt einen Überschuss in Höhe von 268.850 Euro aus. Der Finanzhaushalt, in dem die voraussichtlichen Einzahlungen und Auszahlungen des Jahres dargestellt werden, schließt mit einem Finanzmittelfehlbedarf von 1.270.350 Euro.

Im Jahr 2017 sind zur Finanzierung der Investitionen neue Kredite in Höhe von 1.000.000 € vorgesehen. Die planmäßige Tilgung von Krediten beträgt 550.500 Euro, so dass sich der Schuldenstand im Laufe des Jahres 2017 von 5.342.000 Euro auf ca. 5.792.000 Euro erhöhen wird. Gegenüber dem Höchstschuldenstand im Jahr 1996, von rund 18.000.000 Euro, liegen die Schulden Ende des Jahres 2017 um ca. 12.000.000 Euro niedriger.

Vom Abwasserverband Mittlere Dill werden neben den Kläranlagen in Sinn-Edingen und Greifenstein-Nenderoth die Kanalleitungen in allen Stadt- und Ortsteilen von Herborn und Sinn sowie in Greifenstein, Arborn, Nenderoth und Odersberg betreut; insgesamt rund 250 Kilometer.

Im Jahr 2017 sind nachfolgende Kanalerneuerungen in offener Bauweise im Haushalt enthalten:

Herborn - Burg:

Steinseiter Weg: Alter Kanal aus Steinzeug-Rohren mit Rollringen. Bei Ausbau durch die Stadt Herborn wird der Abwasserverband den Kanal mit erneuern.                           

Am Hohlweg: Alter Kanal aus Beton-Falzrohren, hydraulisch überlastet. Dieser muss erneuert werden.

Egerlandstraße: Alter Kanal aus Beton-Falzrohren und zu kleinen DN800 Schächten. Eine Haltung wurde bereits saniert. Der Rest der Kanäle wird bei einem Ausbau durch die Stadt Herborn mit erneuert. Die Erneuerung erstreckt sich auch auf den angrenzenden Aarweg und einen Teil der Straße Böseborn.

Böseborn: Im östlichen Bereich Steinzeug-Kanal der dringend erneuert werden muss. Die Schäden sind teilweise nicht mehr von innen zu sanieren.

Breslauer- und Karlsbader Straße: Alte Beton-Falzrohre und zu kleine DN800 Schächte. Die Rohre sind schon stark deformiert und es besteht die Gefahr des Einsturzes. Sehr dringende Erneuerung.

Burger Hauptstraße, Bereich Aral-Tankstelle: Beton-Rohre, statisch gebrochen und stark deformiert. Gefahr des Einsturzes der Rohre in einer der meist befahrenen Straße von Herborn.

Gänsweide: Zwei Kanalhaltungen dringend sanierungsbedürftig und hydraulisch überlastet.

Im Ambachtal: Kanal über das Schulgelände aus Steinzeug. Praktisch alle Rohre mit Scherbenbildung, starker Wurzeleinwuchs und hydraulisch überlastet.

Im Dillfeld: Im westlichen Teil noch alter Kanal aus Beton-Falzrohren und zu kleinen DN800 Schächten. Erneuerung dringend notwendig. Soll gemeinsam mit der Straßenerneuerung ausgeführt werden.

Uckersdorfer Straße: Alter Kanal aus Beton-Falzrohren im Gehweg. Beseitigung und Anbindung der Hausanschlüsse an den neueren Kanal in der Straße.

Untere Weitzbergstraße in einem Seitenweg: Alter Kanal aus DN200 Beton-Falzrohren. Sanierung von innen nicht möglich.

Windelbachweg: Eine Haltung aus Steinzeug-Rohren, Scherbenbildung mit Deformation, Gefahr des Einsturzes.

Herborn - Hörbach:

Baumweg: Die Stadt Herborn plant den Endausbau. Der Kanal wird dann mit erneuert.

Herbron - Kernstadt:

Littau: Das Gelände des alten Güterbahnhofes wird erschlossen. Es muss ein neues Trennsystem angelegt werden.

Herbron-Herbornseelbach:

Regenüberlauf Dernbacher Weg: Der Kanal DN800 ist statisch gebrochen. Es besteht Einsturzgefahr. Bei dem Regenüberlauf gibt es einen Austrag von sichtbaren Stoffen in den Bach. Daher ist die Erneuerung von Kanal und Regenüberlauf notwendig.

Für diese Kanalneubauten wird mit Investitionen von 3.200.000, Euro gerechnet. Dazu kommen die Kosten für die Sanierungen von Kanalabschnitten die nicht vollständig erneuert werden. Hierbei werden von innen Schäden wie Undichtigkeiten beseitigt. Für diese Maßnahmen sind Finanzmittel von zusätzlich 800.000 Euro eingeplant.

Der Abwasserverband muss jedes Jahr einen Teil seiner Kanalnetze mit TV-Kameras untersuchen lassen. Aus diesen Untersuchungen ergeben sich dann die notwendigen Kanalsanierungen und Erneuerungen. Daher werden auch in den nachfolgenden Jahren die Aufwendungen für die Erhaltung des Kanalnetzes nicht geringer werden. Die Wiederholungsbefahrungen für Guntersdorf und Merkenbach sind, wie für Burg, abgeschlossen. Übersichtspläne der für 2017 und 2018 geplanten Kanalneubauten können auf der Webseite http://www.av-md.de/aktuelles eingesehen werden.

Die beiden Kläranalgen in Sinn-Edingen und Greifenstein-Nenderoth müssen verbesserte Einrichtungen zur Zurückhaltung von Phosphat erhalten. Dafür werden 2017 entsprechende Planungen ausgearbeitet. Die Erweiterung der Kläranalgen ist für 2018 vorgesehen. Die Kläranlage in Sinn - Edingen ist im Jahr 1976 in Betrieb genommen worden. Hier werden umfangreiche Sanierungen und Neubauten für den Bereich Betriebsgebäude, Geruchsrückhaltung, Faulturm und Klärschlammhandlung geplant. Es ist mit Kosten von ca. 4.000.000 Euro in den Jahren 2018 und 2019 zu rechnen.

Die Abwassergebühren für das Jahr 2017 wurden neu kalkuliert. Im Einrichtungsgebiet Sinn-Edingen (Dieses besteht aus den Einwohnern der Stadt Herborn außer den Ortsteilen Seelbach und Guntersdorf, der Gemeinde Sinn und dem Ortsteil Greifenstein; insgesamt ca. 85 % der Einwohner im Verbandsgebiet) wird seit Jahren eine kostendeckende Gebühr erhoben. Die Schmutzwassergebühr reduziert sich von 2,51 € je m³ Frischwasserverbrauch um 0,41 Euro auf 2,10 Euro. Die Niederschlagswassergebühr reduziert sich von 0,68 Euro auf 0,60 Euro je m³ gebührenpflichtige Fläche.

In den Einrichtungsgebieten Herborn-Seelbach, Greifenstein-Nenderoth und Herborn-Guntersdorf werden ebenfalls kostendeckende Gebühren erhoben.

Im Einrichtungsgebiet Herborn-Seelbach (Ortsteil Seelbach) beträgt die Schmutzwassergebühr 2,73 Euro/m³ und die Niederschlagswassergebühr 0,67 Euro/m².

Die Gebühren im Einrichtungsgebiet Herborn-Guntersdorf (Ortsteil Guntersdorf) betragen 4,06 Euro/m³ (Schmutzwassergebühr) und 0,50 Euro/m² (Niederschlagswassergebühr).


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