Weimar und Koch

Karlheinz Weimar: "Eigentlich nicht. Ich habe seine Aussagen, dass es auch ein Leben nach der Politik gibt, immer sehr ernst genommen. Das war nicht nur so dahingesagt. Auch der Zeitpunkt kommt für mich nicht überraschend. Viel entscheidender ist, dass wir mit Roland Koch einen der besten Politiker verlieren. Ich habe Hochachtung vor diesem Entschluss."

Können Sie sich diesen Komplett-Rückzug aus der Politik erklären?

Weimar: "Es ist schlicht die Entscheidung, sein Leben anders organisieren zu wollen und auch in anderen Bereichen Erfüllung zu suchen. Mit Anfang 50 ist genau der richtige Zeitpunkt, an dem das gelingen kann."

Wie aber geht es nun weiter in der hessischen Regierung - und vor allem: mit wem? Auch Ministerin Silke Lautenschläger hat ja ihren Rücktritt angekündigt...

Weimar: Diese Entscheidung betrifft zwei Ebenen: Zum einen die Nachfolge Kochs in seiner Funktion als Landesvorsitzender der CDU, zum anderen die Nachfolge im Amt als hessischer Ministerpräsident. Was den Landesvorsitz angeht, werden Landesvorstand und die CDU-Kreisvorsitzenden eingehend beraten und einen Vorschlag unterbreiten müssen. Die Entscheidung darüber trifft dann der Landesparteitag am 12. Juni. Die Frage, wer neuer Ministerpräsident oder neue Ministerpräsidentin wird, muss die CDU-Fraktion klären. Ich bin sehr optimistisch, dass das schnell passiert. Wie dann das Kabinett besetzt sein wird, das ist Aufgabe des neuen Regierungschefs oder der Regierungschefin.


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