
Fremdsprachige Stadtführungen, ein Familienfest und ein Jazzkonzert am Abend hatten die Organisatoren benso wie die sechs vorangegangenen Veranstaltungen auch mit viel Liebe und zeitlichem wie finanziellem Aufwand vorbereitet.
Sinn der zum zweiten Mal organisierten Veranstaltungsserie war die Integration zwischen einheimischen Bürgern und denen, die aus anderen Ländern zugereist waren.
Dass das ein langer und viel Überzeugungskunst erfordernder Weg sein würde, wussten die Veranstalter "Initiative Weilburg International" um Marlies Knoke schon länger. So standen die vom Weilburger Forum vorbereiteten Führer Selim Onayli mit seiner Stadtführung in türkischer Sprache allein am Landtor - wie Rosa Salzmann mit russisch am Postplatz beinah ebenso: In letzter Minute kam ein Paar aus Niederbrechen, das dafür eigens nach Weilburg gereist war. "So hatte ich eine zweisprachige Führung", erzählte Rosa Salzmann danach, "nämlich für Klaus Prasch in Deutsch und seinen mehrwöchigen Besuch aus Nowosibirsk, Margarita Krafivina, in russisch."
Später waren die beiden auch Gäste beim deutsch-russischen Familienfest im Saal der Freien Evangelischen Gemeinde am Kirmesplatz.
Das hatte Nadeshda Schneider vorbereitet und trug mit knapp 50 Gästen fast ausschließlich russische Züge. Die Folkloregruppe "Iwuschka" sang und spielte russische Lieder, zeigte lebhafte Folkloretänze aus ihrer Heimat, dazu gab es Kaffee und Kuchen.
n Wiederholung ist sicher
Jugendliche zeigten ihr Können am Klavier Nadeshda und Schneider verteilte kleine Geschenke für die richtige Beantwortung ihrer Quizfragen, etwa nach Russlands Hauptstadt oder wo der Baikalsee liegt.
Drei vergnügliche Stunden, in denen die Russlanddeutschen bis auf wenige Ausnahmen unter sich waren.
Ob unter den anderthalb Dutzend Zuhörern bei dem abendlichen Jazzkonzert auch Zugereiste waren, war nicht erkennbar. Jedenfalls war es eine kleine engagierte Schar Jazzfans, für die das Trio "Feinherb" spielte.
Und selbst wer die Eigenkompositionen von Katrin Zurborg (Gitarre), Christopher Herrmann (Cello) und Kuno Wagner (Schlagzeug) nicht auf seinem Standard-Wunschprogramm hat, lauschte gebannt dem Zusammenspiel der drei Künstler mit ihrem professionellen solistischen Können.
"Es wird auf jeden Fall wie der eine Interkulturelle Woche geben", kündigte Marlies Knoke an und will auch die Zeit dafür arbeiten lassen, dass die Menschen aus verschiedenen Ländern, vor allem Russland und der Türkei, mit denen von hier näher kommen. Nach dem Motto der vergangenen Woche: "Herzlich willkommen - wer immer Du bist".







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