Die 11-Jährige Celia-Marie Demal-Dannewitz aus Weilburg hält sich für einen guten Menschen. Gerne malt und bastelt sie Bilder für Mama und Oma. "Damit mache ich ihnen immer eine Freude."
Das kann Mama Nicole Demal-Dannewitz (40) nur bestätigen. Sie selbst stuft sich als mitfühlenden Menschen ein. Ihr ist es wichtig, auch mal an andere zu denken. Auch beruflich macht sie das, denn sie ist Putzfrau: "In meinem Beruf mache ich für andere sauber. Das ist doch etwas Gutes."
Ina Guldenmeister (44) denkt schon, dass sie ein guter Mensch ist. Die Braunfelserin betätigt sich ehrenamtlich bei der christlichen Jugendarbeit. "Das finde ich auch eine sinnvolle Beschäftigung." Beruflich ist sie Angestellte bei einem Internet Shop. "Ich verkaufe den Leuten Kleidung. Ich bewahre sie also vor schlechtem Geschmack."
Auch die 48-jährige Elisabeth Huber aus Beselich wird ihrer Meinung nach durch ihren Beruf zu einem guten Menschen. Sie arbeitet in der Altenpflege, kümmert sich um Menschen, die ihre Hilfe benötigen. Für ihre Familie ist sie immer da und versucht zu helfen, wo sie nur kann, erzählt sie dem TAGEBLATT. Trotzdem glaubt sie, dass sie auch an sich arbeiten muss, um weiterhin ein guter Mensch zu sein. Doch meistens ist sie abends mit ihrem Tag zufrieden.
Claus Bierwirtz (44) aus Weilmünster: "Ich bin zu gut für diese Welt." Ehrenamtlich ist er als Trainer im Sport tätig, kümmert sich um die Jugend. Auch geht er regelmäßig Blutspenden, womit er einigen Leuten wohl das Leben rettet, meint er stolz. Doch der Mittvierziger ist auch selbstkritisch. Besonders, wenn es um seine Tochter geht. "Ich weiß nicht, ob ich immer ein guter Vater bin. Aber ich gebe mir Mühe. Trotzdem kann man immer etwas besser machen." Wenn er abends seinen Tag reflektiert, ist er meist zufrieden mit sich. Manchmal jedoch fehle es ihm an Selbstdisziplin, so der Weilmünsterer. "Wenn die Arbeit, die ich mir für den Tag vorgenommen habe, dann doch liegen geblieben ist, ärgert mich das schon mal."
Gerd Weinsheimer (63) aus Weilburg hält sich auch für einen guten Menschen. "Ich bin stets höflich und gebe genaue Auskunft über Dinge, die man mich fragt. Ich habe keine falschen Hintergedanken", sagt der 63-Jährige. Ehrenamtlich mache er zurzeit aufgrund einer Krankheit nichts. Er hat sich aber acht Jahre beim Handball in der Jugendarbeit engagiert, erzählt er. "Solange ich konnte, habe ich mich immer engagiert. Ich habe beispielsweise meine Kinder und das ganze Handballteam zu Veranstaltungen gefahren. Das war mir einfach wichtig."

















