Start ePaper Newsletter Kontakt Medienhaus Online werben Mein Mittelhessen   Login Registrieren
Mittelhessen.de
  • Akuelle Nachrichten werden geladen...
mittelhessen-immo.de
Bookmark VersendenDrucken
04.09.2010, 11:13 Uhr
Von Rolf Ungemach

Weimar-Niederweimar

"Da kann ich auch gleich versuchen abzunehmen"


Maximilian-Veit Taschner speckt 44 Kilo ab


Weimar-Niederweimar. Weil er sich krank fühlte, keinen Appetit hatte und keinen Bissen essen konnte, dachte er sich: "Da kann ich doch gleich versuchen abzunehmen." Er setzte seinen Entschluss in die Tat um - mit beachtlichem Erfolg. Seither fühlt sich Maximilian-Veit Taschner locker, voller Energie und gar nicht mehr schlaff.






Maximilian Taschner. (Foto: Ungemach)zoomMaximilian Taschner. (Foto: Ungemach) | mittelhessen.de
Als der heute 20-Jährige aus Weimar-Niederweimar sich zu dem Schritt entschloss, war er 16 Jahre alt, maß schon 1,92 Meter und brachte satte 132 Kilogramm auf die Waage.

In nicht einmal einem Jahr schaffte es der junge Mann, 44 Kilo abzuspecken und seitdem dieses Gewicht von 88 Kilo auch zu halten.

"Ich habe mich eigentlich damals gar nicht als zu dick empfunden", erzählt er im Gespräch mit dieser Zeitung, "aber manchmal fühlte ich mich mit meinen Kilos doch nicht so ganz wohl."

Da sei ihm die Krankheit gerade recht gekommen, um sich selbst ein Ziel zu setzen, der Entschluss abzunehmen sei eigentlich ganz spontan gekommen.






Maximilian-Veit Taschner 2006 als 16-Jähriger.(Foto: Rauch)zoomMaximilian-Veit Taschner 2006 als 16-Jähriger.(Fot... | mittelhessen.de
"Zunächst wollte ich mein Idealgewicht von 92 Kilogramm erreichen", sagte er. Die weiteren acht Pfund seien "ein Zugabe" gewesen. Mit 16 Jahren habe er auch manchmal darüber nachgedacht, dass sein Vater unter Zucker leidet. "Das war wohl auch ein Grund dafür, dass ich bei meinem spontanen Entschluss blieb. Ich wollte dem vorbeugen und abnehmen, um das Risiko einer Zuckererkrankung für mich zu minimieren", erzählt er weiter.

Dass der begeisterte Tischtennisspieler sich erhoffte, mit weniger Gewicht an der Platte auch noch besser zu werden, gab ihm zusätzliche Motivation. Auch hier hatte Maximilian-Veit Taschner nicht falsch gelegen. Er spielte für den TSV Niederweimar in der Bezirksoberliga, in der Bezirksliga und heute noch als Ersatzspieler in der Bezirksklasse. Dass er mit seinem Sport kürzertrete, liege daran, dass er als Fachinformatiker bei einem Unternehmen in Wiesbaden arbeitet und entsprechend weniger Zeit habe.

Auf eine Modediät habe er nie geschielt. "Ich habe mir anfangs ganz klar das Ziel vorgegeben, keinen Tag mehr als 1000 oder auch mal 1200 Kalorien zu mir zu nehmen. Das habe ich strikt beibehalten", erzählt er nicht ohne Stolz.

Der junge Mann aß viel Obst und Gemüse, trank viel Tee und Wasser und verzichtete ab sofort auf große Essensportionen. "Bei mir hat es die Masse gemacht - viel Pommes, jede Menge Spaghetti und Fleisch. Da musste ich ja dick bleiben." Nun gab es statt fünf Kartoffeln nur noch zwei, statt drei Scheiben Braten eine und statt süßen Nachtischs einen Apfel, sagt er.

"Natürlich gab es Durchhänger"

Da seine Mutter wegen einer Krankheit die Familie in dieser Abspeckphase nicht versogen konnte, kümmerte sich der Niederweimarer selbst um seine Mahlzeiten und darum, dass sein Kalorienlimit nicht überschritten wurde.

Unterstützung erhielt Maximilian-Veit Taschner dabei immer bei seiner Familie, bei Freunden und Bekannten. "Die fanden das alle ganz toll und haben mich in meinem Vorhaben bestärkt", freut er sich.

"Natürlich gab es auch mal Durchhänger, Tage, an denen ich mehr essen wollte, aber ich habe mich dennoch stets durchringen können, meinen Fahrplan einzuhalten", sagt er. Dabei sei es sicher nicht immer leicht gewesen, auf Pommes, Hamburger oder die geliebte große Portion Spaghetti zu verzichten, gibt der Sportler zu. Neben der eisernen Disziplin haben ihm zusätzlich seine sportlichen Betätigungen geholfen, das erreichte Super-Gewicht zu halten: Zweimal in der Woche steht Joggen auf dem Programm - jeweils 17 Kilometer - und zwei- bis dreimal wöchentlich zieht es ihn an seine Hantelbank im Keller. Inzwischen kann er es sich erlauben, am Wochenende mal zu "sündigen". "Da trinke ich schon mal ein Bierchen oder esse auch etwas mehr als üblich. Unter der Woche steht dafür dann wieder Gemüse, Obst und viel Flüssigkeit oben auch dem Speisezettel."

"Der Entschluss von vor vier Jahren hat mir inzwischen erheblich mehr Lebensqualität beschert, ich fühle mich insgesamt viel besser als früher", freut sich der junge Mann. "Ich bin voller Energie; das beginnt schon am Morgen, wenn ich mit Leichtigkeit aufstehe und mich auf den Tag freue. In Bezug auf das Essen vermisse ich inzwischen nichts. Auf die früheren Massen kann ich heute ganz leicht verzichten."

Taschners Rat an Menschen, die auch abnehmen wollen: "Ausgeklügelte Diätpläne sind gar nicht nötig. Man muss sich nur strikt und konsequent an die Kalorienzahl halten, die man sich selbst vorgibt und von der man weiß, dass damit Pfunde fallen, die Speisen ausgewogen aussuchen und wenn der Hunger kommt, ihn mit viel Flüssigkeit und Obst bekämpfen. Und: Bewegung, Bewegung, Bewegung!"

Dokumenten Information
Copyright © mittelhessen.de 2012
Dokument erstellt am 06.09.2010 um 11:17:13 Uhr
Zurück weitere Meldungen

Mehr aus Schönheit


"Torte ist keine Sünde, sondern lecker"

Köln. Nicht vergessen, das Leben zu leben. Das ist der Ratschlag von Dr. Manfred Lütz (Foto) an all jene Menschen, die einem Schönheitsideal hinterherhecheln. Der Mediziner, Theologe und Buchautor geht mit dem Diät-Sadismus und Gesundheitswahn - so einer seiner Buchuntertitel - hart ins Gericht. Im Interview mit dieser Zeitung erklärt er, warum die ständige Sorge um die Gesundheit und das Aussehen auch eine Krankheit ist. mehr









Sieben Bereiche, in denen jeder sein Leben verbessern kann.

Die Redaktionen im gesamten Verbreitungsgebiet Ihrer Heimatzeitungen recherchieren an mehr als 80 Beiträgen für die Serie "Besser leben!".

Jeden Tag vom 9. August bis 5. September 2010 stellen wir Menschen, Möglichkeiten und Beispiele vor - rund um Zusammenhalt, Job und Karriere, Gesundheit, Schönheit, Geld, Wohnen und Moral.

"Ohne Zigarette?"- Alois Kösters Tagebuch
28. Tag, 4. September 2010: Erstes Ziel erreicht
Ich mag keine Kaugummikauer. Weder die jugendlichen, die betont gelangweilt mit offenen Mund kauen, noch die älteren... mehr


Nadja Schwarzwällers Anti-Chaos-Blog
Time to say goodbye
Da wären wir also. Die vier Wochen meiner Existenz als "Besser-Bloggerin" sind vorbei und es heißt Abschied nehmen.... mehr