Der erste Schritt zum schönen Garten besteht darin, einen Plan für den gesamten Garten zu entwerfen und nicht nur für einen Teilbereich, sagt die Expertin. Auch wenn in einem Jahr nur ein Teil verwirklicht werden kann. Ganz nach dem Motto: Gute Gestaltung erkennt man an einer gelungenen Gesamtkomposition.
Im zweiten Schritt sollte dann geklärt werden, welche Funktionen der Garten zu erfüllen hat. Mit anderen Worten: Was muss untergebracht werden? Ein Gemüsebeet, eine Pergola, Mülltonnen, eine Spielwiese für die Kinder und vielleicht auch noch ein Autoabstellplatz?
Im dritten Schritt gilt es, sich für einen Stil zu entscheiden. Dieser sollte zum Haus passen. Georgia Boepple gibt einen Einblick in die Stilvielfalt. Exemplarisch beschreibt sie drei Gärten.
PURISTISCH:
Der puristische Garten passt zum Haus im Bauhausstil mit großzügigen, rechteckigen Formen, Glasfassaden und Metallelementen.
Großzügig und klar wird auch der Garten angelegt. Das beginnt bei der Gestaltung von Wegen, die schnurgerade verlaufen, und Terrassen, die mit großen Platten belegt werden. Für die streng geschnittene Hecke eignet sich die Eibe - sie ist dicht und wächst nicht so schnell - oder der schmalblättrige Kirschlorbeer.
Im puristischen Garten wachsen weniger, dafür aber dekorative Pflanzen wie der Kugelbuchs, der japanische Ahorn, der Blumenhartriegel oder Chinaschilf. Dazwischen darf ein Amberbaum stehen. Als Wasserelement ist ein kubischer Quellstein denkbar. Der Vorteil dieses Gartens: Er ist relativ pflegeleicht.
Experten-Tipp: Strahler, die schöne Gehölze von unten beleuchten
MEDITERRAN:
Der mediterrane Garten passt zu Häusern in warmen Farben mit roten Ziegeldächern. Auf die Sonnenfarben Gelb, Orange und Rot setzt Georgia Boepple auch im Garten bei der Wahl der Stauden. Mediterran wirken auch duftende Stauden wie Rosmarin und Lavendel. Dazu passen Hibiskus und Ölweide sowie Trompeten- und Blasenbaum.
Ein Muss sind Trockenmauern aus Naturstein, bei denen die Ritzen unverfugt bleiben. Wasser könnte aus einem Wandbrunnen plätschern. Das Material der Wahl für Wege sind kleine, rustikale Pflastersteine in Naturfarben.
LANDHAUSSTIL:
Der Garten im Landhausstil passt zum klassischen Einfamilienhaus. Kennzeichnend sind geschwungene Wege und farbenfrohe Pflanzen, die locker angeordnet sind. Georgia Boepple spricht von "Natur im Kleinformat".
Eingerahmt werden kann der Garten durch eine Hainbuchen- oder Feldahornhecke. An Stauden eignet sich alles aus dem Bauerngarten: von Rittersporn über Sonnenhut bis zum Salbei. Wer es edler möchte, kann auch Rosen pflanzen.
Als Bäume kommen Felsenbirne, Zierapfel und Zierkirsche in Frage. Die Wege werden mit kleinen Pflastersteinen gelegt - gleich ob aus Beton oder Naturstein. Ein Quellstein aus einem natürlichem Fels ist die pflegeleichte Wasservariante, ein Bachlauf macht vergleichsweise mehr Arbeit. Gut zum Garten im Landhausstil passt ein Holzzaun in Braun oder Weiß.
TIPPS UND TRENDS:
Laut Georgia Boepple sind Holz-Terrassen momentan sehr gefragt. Die Gartenarchitektin empfiehlt die Verwendung von Douglasien-Holz. Ein Hinweis: Das Holz ergraut mit der Zeit. Wer seine Terrasse nicht alle zwei Jahre neu streichen möchte, sollte sich für ein Holz-Kunststoff-Gemisch entscheiden.
Um den Garten auch am Abend genießen zu können, empfiehlt die Expertin eine atmosphärische Beleuchtung. Ihr Tipp: Statt Lampen Strahler einsetzen, die schöne Gehölze von unten beleuchten.








