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03.02.2012, 10:42 Uhr
Von Maike Wessolowski

Herborn

Mit Video: Junge Herbornerin wurde mit Topf geschlagen und erwürgt


Täter sitzt in Untersuchungshaft / Schock, Trauer und Wut herrschen vor


Herborn/Haiger.  Er hat sie geschlagen und schließlich erwürgt. Das ist Inhalt des Geständnisses, das der festgenommene 40-Jährige aus einem Haigerer Stadtteil am Donnerstag vor dem Staatsanwalt abgelegt hat.  Jetzt sitzt er in Untersuchungshaft. Derweil trauern Freunde und Bekannte der von ihm getöteten  24-Jährigen Angestellten aus Herborn  um die als lebensfroh und hilfsbereit beschriebenen jungen Frau und drücken ihre Gefühle im Internet aus.






Der geständige Täter (l.) wurde am Freitagmorgen von Dillenburg nach Wetzlar gebracht. (Foto: Naumann)zoomDer geständige Täter (l.) wurde am Freitagmorgen v... | mittelhessen.de
Im polizeilichen Verhör hatte der 40 Jahre alte Ex-Freund der Getöteten die Tat zunächst bestritten, dann aber doch zugegeben, dass er sie mit einem Topf mehrfach an den Kopf geschlagen und sie dann erwürgt habe. Wie es dazu kam, konnte er jedoch nicht erklären.
Die Ermittlungsbehörden gehen davon aus, dass sich  Opfer und Täter am Vorabend der Tat in der Wohnung gestritten hatten. Nach der Tat war  der mutmaßliche Mörder mit dem Cabrio des Opfers an seinen  Wohnort geflüchtet, wo  er im Verlauf des Donnerstagvormittags festgenommen und der entwendete Wagen beschlagnahmt wurde. Die Staatsanwaltschaft hat Haftbefehl wegen  Mordes erlassen.
 Der Tatverdächtige hatte nach eigenen Angaben früher eine Beziehung mit der getöteten Frau, die erst vor kurzem 24 Jahre alt geworden war.
Täter wird Haftrichter vorgeführt

Vor dem zuständigen Haftrichter, zu dem der Haigerer am Freitagfrüh  aus dem Dillenburger Arrest nach Wetzlar gebracht worden war,  schwieg der Festgenommene. Sein  Geständnis  wiederholte er nicht.  Die im  Polizeiverhör gemachte Aussage über die Verletzungen deckt sich  aber mit den Ergebnissen der Obduktion, bei der  außer der  massiven stumpfen Gewalteinwirkung auf den  Kopf Erwürgen als Todesursache festgestellt wurde.






Spurensicherung in Herborn. Jetzt hat ein 40-Jähriger die Tat gestanden. (Foto: Naumann)zoomSpurensicherung in Herborn. Jetzt hat ein 40-Jähri... | mittelhessen.de
   "Es wurde Untersuchungshaft bei der zuständigen Justizvollzugsanstalt angewiesen", sagt Oberstaatsanwalt Uwe Braun.  "Es werden jetzt alle gesammelten Spuren ausgewertet, weitere Zeugen in der Nachbarschaft befragt, der endgültige Obduktionsbericht schriftlich verfasst und dazu –  das ist bei Kapitalverbrechen üblich – der Täter psychiatrisch begutachtet. Diese Dinge müssen bewertet werden. Dann wird entschieden, ob es eine Anklage wegen Mordes geben wird", erklärt Braun das juristische Verfahren. Außerdem erhält die Verteidigung Akteneinsicht.

Um die  junge Frau, die am Mittwochabend vom Hausmeister tot in ihrer Wohnung aufgefunden worden war, trauern Freunde, Bekannte und Fremde im Internet.   Schock,  Entsetzen und Wut über die schreckliche Tat machen sie   in mehreren Dutzend Einträgen öffentlich. Darin  wird die ehemaligen Schülerin der Dillenburger Johann-von-Nassau-Schule als fröhlicher und zuverlässiger Mensch beschrieben. Die vielen schwarzen Katzen, mit denen  das Mordopfer gelebt hatte, streunten am Freitag um das Haus. Das Dillenburger Tierheim wurde informiert.

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Dokumenten Information
Copyright © mittelhessen.de 2012
Dokument erstellt am 03.02.2012 um 10:44:38 Uhr
Letzte Änderung am 03.02.2012 um 20:17:20 Uhr

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Kommentare (1)
  • Unfassbar!!!es ist so schrecklich was es nur für Menschen gibt, und ich habe das Gefühl es wird immer schlimmer!!